Rafting auf der Steirischen Salza

(verfasst von Bert_1 am Di 12. Jul. 2005)

Die steirische Salza ist einer der wohl schönsten und für Rafting und Kajakfahrer gleichermaßen beliebter Wildflüsse Österreichs

Ihre Quellflüsse liegen der nördlichen Steiermark in den nördlichen Kalkalpen. Etwa 62 km der Gesamtlänge von 90 km können mit Kajak oder Kanadiern befahren werden ehe die Salza in die Enns mündet. Charakteristisch für den Fluss ist zum einen die herrliche Natur: kristallklar windet er sich durch mehrere Schluchten völlig unterschiedlichen Charakters. Auch das Tal selbst ist wunderschön: Sehr dünn besiedelt, reicht der Wald bis in die Tallagen. An den Talseiten thronen die beeindruckenden Felsengipfel des Hochschwabmassives. Eine Vielzahl seltener Blumen und Tiere lassen sich beobachten.

Allerdings lässt sich auch nicht übersehen, dass die Schönheit dieser Gegend kein Geheimtip mehr ist – zahlreiche Bootfahrer besuchen dieses Tal an schönen Wochenenden. Nichts desto trotz kann man es gut einrichten, den größten Teil des Tages allein auf dem Fluss zu verbringen.

Der Fluss lässt sich in vier, jeweils ca. 15 km lange Teilstrecken einteilen. Mit dem Kanadier lässt sich für jede dieser Strecken ein Zeitbedarf von ca. 2 h einplanen. Im Oberlauf fährt man im recht leichten Wildwasser (bis III- meistens leichter) durch eine sehr schöne Kalkschlucht zu Füssen des Hochschwabmassives.

Der zweite Teil ist nicht minder schön. Es eröffnen sich herrliche Ausblicke auf die umgebenden Berge und in das enge Flusstal. In diesem Abschnitt ist bereits etwas mehr los – die Schwallstrecken sind länger und interessanter. Endpunkt dieses Oberen Abschnittes der Salza ist Wildalpen, der Hauptort des Tals.

Die dritte Teilstrecke ist die bootstechnisch wohl reizvollste des Flusses: Fast ständig bewegt man sich in Wildwasser III (eine Stelle IV-), viele und oft lange Schwallstrecken mit zum Teil recht hohen Wellen. Schließlich führt einen diese Etappe ja auch durchs Paradies – so heißen die letzten 3 km der Strecke in der sich der Fluss in sehr schönen und durchaus anspruchsvollen Schwällen durch eine enge Konglomeratschlucht frisst.

Ähnlich wie das dritte Teilstück gestaltet sich auch das letzte Stück des Flusses: Viele schöne Wellen und erneut eine – diesmal noch tiefere, einsame Schlucht garantieren ein herrliches Erlebnis – sowohl sportlich als auch vom Naturgenuss her. In den letzten beiden Kilometern gerät man in den Rückstau des Enns-Stausees und kann den Wildwassertrip so recht beschaulich und gemütlich ausklingen lassen.

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