Reise ins grenzenlose Land … USA

(verfasst von Dani P. am Sa 20. Sep. 2008)

Wind Cave National Park / Crazy Horse

Von Denver ging unsere Reise weiter in den Norden zum Crazy Horse Denkmal. Auf dem Weg dorthin machten wir einen kleinen Abstecher in den Wind Cave National Park. Dieser Nationalpark ist besonders bekannt für die rund 400 frei grasenden Bisons. Auch wir hatten das Glück eine ganze Herde dieser beeindruckenden Präriebewohner ein kleines Stück begleiten zu dürfen.

Sie grasten direkt neben der Strasse der Black Hills und anscheinend kümmerten sie sich wenig um unsere Anwesenheit. Obwohl Bisons sehr friedlich wirken, sind es doch Wildtiere zu denen man einen größeren Abstand bewahren sollte. Manchmal überqueren sie einfach die Landstrasse, wodurch der gesamte Verkehr oft mehrere Stunden lahm gelegt wird.

Weiters findet man im Wind Cave National Park die unseren Murmeltieren ähnlichen Präriehunde die gigantischen unterirdische Tunnelsystemen errichten in denen sie wohnen. Wir amüsierten uns einen ganzen Nachmittag über ihr lustiges Verhalten und versuchten ein super Foto von ihnen machen zu können.

Neben den Bisons und den Präriehunden entdeckten wir einen riesigen Heuschreckenschwarm. Diese Insekten sind in Amerika eine große Plage, da sie ganze Ernten in wenigen Stunden vernichten können.

Unser Aufenthalt im Wind Cave National Park war nicht besonders lang, da unser eigentliches Ziel das Crazy Horse Memorial in South Dakota war. Dieses gigantische Gegenstück zum Mount Rushmore Memorial ist zwar noch nicht fertig gestellt, trotzdem wird es stark besucht.

Der weltbekannte Bildhauer Korzcak Ziolkowski begann bereits 1949 mit dem Bau dieses Indianerdenkmals. Nach Fertigstellung soll das Bauwerk eine 170 Meter hohe Felsskulptur ergeben, die das Abbild des Sioux-Indianers Crazy Horse auf seinem Pferd zeigen soll.

Unserer Meinung nach sind die $ 25,- Eintrittspreis für dieses extrem touristische Denkmal sehr überbezahlt. Vor der Felsskulptur ist ein riesiges Touristenzentrum errichtet worden mit zahlreichen Souvenirshops und einer Fotoausstellung über die Entstehungsgeschichte. Diese Fotos dokumentieren sehr deutlich, welche Ausmaße dieses Bildhauer-Projekt hat und welche „verrückte“ Meisterleistung dahinter steckt. Leider kommen die Einnahmen nicht den Indianern zu Gute, sondern den Nachkommen des verstorbenen Bildhauers. Gerne verließen wir diesen Touristenauflauf und fuhren weiter zum „Konkurrenz-Bauwerk“ Mount Rushmore…

Text & Fotos: Daniel & Nicole

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