Nachtrodeln

(verfasst von florian am Mo 9. Jan. 2006)

Kaum eine sportliche Aktivität ist mit so viel Spaß verbunden!

Das Rodeln erfreut sich im Alpenland schon über Generationen hinweg großer Beliebtheit! Tausende von Kindern und Junggebliebene vergnügen sich jährlich auf Tirols Rodelbahnen. Nicht nur untertags, sondern vor Allem auch am Abend nützen viele die Gelegenheit, um mit der Familie oder mit Freunden eine Rodelpartie in Angriff zu nehmen. Denn durch die Beleuchtung vieler Bahnen, kann man sich auch erst bei eingebrochener Dunkelheit gemütlich auf den Weg machen, und bis in die späten Abendstunden rodeln. So kommen auch Leute, die untertags keine Zeit haben, abends zu ihrem sportlichen Vergnügen. Allerdings muss man auch sagen, dass viele der Rodelbahnen ohne Beleuchtung durchaus auch am Abend „berodelbar“ sind; eine klare Nacht und eine Stirnlampe lassen die fehlende Beleuchtung fast vergessen.

Was die Ausrüstung betrifft, sei zu sagen, dass auf allen Rodelbahnen hohes, festes Schuhwerk sowohl für den Anstieg als auch für die Abfahrt von Vorteil ist. Ebenso rate ich allen, deren Schihose keinen verstellbaren Bund um den Fußknöchel hat, die Mitnahme von Gamaschen. Weiters empfehle ich auch den Gebrauch einer Schibrille und für besonders kälteempfindliche Leute auch die Mitnahme einer Schneemaske, denn man bekommt bei einer zügigen Talfahrt mit der Rodel mehr Schnee ins Gesicht als man denkt! Was Kinder angeht, wird das Tragen von Helmen immer populärer. Kein Wunder, wenn man sieht wie furchtlos und schnell die Kleinen allein rodeln. Ich glaube, dass Eltern ihre Rodelpartei wesentlich besser genießen können, wenn sie wissen, dass ihre Kinder durch einen Helm geschützt sind.

Wichtig ist es, die Beschilderungen am Anfang der Bahnen genau zu beachten! Diese weisen nämlich zum Beispiel auf den Einsatz von Pistengeräten hin, denn viele Rodelbahnen laufen parallel zu oder sogar über Pisten und Abfahrten. Allerdings werden auch manche Bahnen, die sich von Schigebieten weit abgelegen befinden, von Pistengeräten oder Schneepflügen präpariert. Dies hat den großen Vorteil, dass die durch das Rodeln entstehenden, unangenehmen Höcker und Mulden zum Teil mehrmals täglich ausgebessert werden. Allerdings kann es deshalb passieren, dass einem bei der Abfahrt mit der Rodel, unerwartet ein Pistengerät entgegenkommt. Deshalb gilt es –wie bereits erwähnt-, die Beschilderung genau zu beachten, um mögliche, unangenehme Überraschungen zu vermeiden!

Das Ende vieler Rodelbahnen ist nur durch den Anstieg zu Fuß erreichbar, jedoch gibt es auch einige Bahnen, bei denen man mit dem Auto ganz bis nach oben fahren, oder sich durch einen Lift oder durch ein Shuttle –Service den Anstieg verkürzen, kann. Zwar ist es sicherlich lustig, mehrmals rodeln zu können, ich persönlich muss aber sagen, dass ich die einmalige Abfahrt viel mehr genieße, wenn ich zuvor auch den Anstieg Schritt für Schritt selbst und ohne fremde Hilfe bewältigt habe. Außerdem schmeckt dann der Grillteller und das verdiente Bier auf der Hütte doppelt so gut!

Was die Anreise betrifft, ist man keineswegs auf ein eigenes Auto angewiesen. Zu zahlreichen Rodelbahnen verkehren öffentliche Verkehrsmittel. Genauere Informationen hierzu findet man auf der Seite http://bahnen.winterrodeln.org . Auf dieser Seite werden einige Rodelbahnen im Bereich Innsbruck, Telfs und Neustift genauer beschrieben. Außerdem sind Links und Telefonnummern angegeben, bei denen man sich Informationen über die aktuellen Bedingungen und Verhältnisse auf den verschieden Bahnen einholen kann!

Ich wünsche Euch allen viel Spaß beim Rodeln! Bericht und Fotos von Florian Klingler

http://bahnen.winterrodeln.org/Axamer_Lizum http://www.zeitraum-innsbruck.at/brillen-kontaktli... http://www.alpinschmiede.com/
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