Reise ins grenzenlose Land … USA

(verfasst von Dani P. am Di 23. Sep. 2008)

Devils Tower

Nach der traumhaften Kletterei am Mount Rushmore ging unsere Reise weiter zum weltbekannten Devils Tower. Diesen gigantischen Granitturm sieht man schon von weitem, er erhebt sich wie aus dem Nichts umgeben von sonst sehr flacher Landschaft.

Einer Indianerlegende nach wurde dieses 270 Meter hohe Gebilde vom Teufel erschaffen, wie er in einen Baeren verwandelt mit seinen Krallen die Furchen in den Felsen ritzte. In Wirklichkeit aber es der Kern eines ehemaligen Vulkanes dessen Mantel bereits durch Erosionen abgetragen wurde.

Wir kamen erst sehr spaet in der Nacht im Nationalpark des Devil Towers an. Die Ueberraschung in der Frueh war umso groesser als wir am Campingplatz direkt am Fusse dieses Berges aufwachten. Wir sahen schon einige Kletterer in der Wand und wollten unbedingt selber auf den Gipfel klettern. Nach umfangreichen Informationen im Visitorcenter bekamen wir schliesslich die Erlaubnis, am naechsten Tag in die Wand eizusteigen. Jeder Klettere muss sich im Klettercenter registrieren lassen und darf erst nach Genehmigung der Ranger klettern.

Unbedingt empfehlenswert ist das Tragen eines Helmes, den wir natuerlich nicht dabei hatten ☺. Aber Gott sei dank trafen wir den sehr hilfsbereiten Lokal, Frank, bei dem wir 2 Helme ausleihen konnten. Frank besitzt das Devils Tower Lodge und man darf sogar nach Ruecksprache mit ihm auf seinem Grund kostenlos campen.

In der Abenddaemmerung genossen wir bei ihm die Outdoor -Luxus –Warmwasser-Dusche. Am naechsten Tag standen wir bereits vor Sonnenaufgang am Fusse des Towers und machten uns an diese fuer uns ungewohnte Risskletterei bereit. Wir entschlossen uns die Route Durrance Crack zu klettern da diese sehr leicht mit Friends zu abzusichern geht.

Die erste Seillaenge ist gut zum Aufwaermen, da sie entlang eines flachen Riss-Kamins verlaeuft und gute Griffe bietet. Die zweite Seillaenge war fuer uns die komplizierteste, man klettert auf einer freistehenden Felssaeule, die an der Wand lehnt und oben und unten in einem Kamin eingeklemmt ist. Jede weitere Seillaenge erfordert viel Kraft in diesem ungewohnten Terrain, doch der gewaltige Gipfelblick belohnte uns fuer jegliche Strapazen.

Als wir am Nachmittag wieder vom Gipfel abgeseilt hatten, entdeckten wir eine Gruppe von Rehen wie sie friedliche am Weiher grasten. Bei einem wunderschoenen Sonnenuntergang genossen wir ein kuehles Bier auf der Terrasse von Frank und redeten noch lange ueber die Kletterei am Devils Tower.

Am naechsten Tag fuehrte unsere Reise weiter nach Cody und zum Yellowstone Nationalpark. Text & Fotos: Daniel und Nicole

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