Sportarten30.11.08
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Eisklettern am Sertig-Eisfall und Schitour auf den Gletscher Ducan (3020m)(verfasst von Bert_1 am Di 25. Mär. 2008)
Winterliche Kombination der Spitzenklasse im Sertigtal ![]() Schon lange hatten wir vor, ins Sertigtal zum Eisklettern zu fahren, aber irgendwie hat es bisher nie geklappt. Heute sollten die Bedingungen perfekt sein, es ist nicht zu kalt, gerade um die Null Grad und das Wetter ist auch ok. Als wir um halb Neun am Parkplatz in Sertig Sand starten können wir die beeindruckenden Eisfälle schon sehen und wies aussieht sind wir die ersten. Knapp 45 Minuten benötigen wir für den Zustieg, dann gilt es sich für eine der vier mächtigen Eissäulen zu entscheiden.
![]() Schließlich fällt unsere Wahl auf die Dritte Säule, die ist in der ersten Seillänge nicht so schwer, also geeignet zum einklettern, weiter oben bieten sich dann verschiedene Möglichkeiten in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Ich steige vor. Ich mich nicht so leicht, es fehlt die Routine, zu lange war ich nicht im Eis, es ist einfach anstrengend für Arme, Wanden und den Kopf. Aber das Eis ist gut, und langsam kommt auch die Sicherheit zurück.
![]() Dennoch bin ich froh, als meine Seillänge vorbei ist und nun Arne mit dem Vorstieg an die Reihe kommt. Der entscheidet sich dann gleich für die schwierigste Variante, einfach senkrecht durch das hier eher fragile Eis weiterzuklettern. Für mich ist das die Leistungsgrenze, bei jedem Zug verfluche ich mein für derart steiles Eis viel zu leichtes Gerät. Völlig ausgepumpt erreiche ich den Stand.
![]() Arne eröffnet mir seine Pläne für den Weiterweg. Eine steile Eisverschneidung, dann eine fast überhängende Traverser auf einer dünnen Eissäule. Unter diesen Umständen verzichte ich auf den Vorstieg, hab ich doch auch im Nachstieg mehr als genug zu tun in solchem Gelände. Aber schließlich ist es geschafft und wenig später haben wir uns zurück zum Wandfuss abgeseilt. Wenig später sind wir auch wieder zurück am Auto.
![]() Da das Wetter sich recht positiv entwickelt hat und es auch erst kurz nach 12 Uhr ist, entscheiden wir, noch eine zweite Aktion zu starten, um so noch ein paar andere Muskelpartien zu bewegen. Also packen wir die Rucksäcke um, schnallen die Schi an und marschieren zum Ende des Tals. Hier zweigt nach rechts das Ducantal ab, das wir über eine steile Waldstufe betreten.
![]() Nun geht die Spur, lange und flach in das Hochtal hinein, ehe sie nach Norden hin in Richtung des Gletschers ansteigt. Landschaftlich ist es hier wunderschön. Auf beiden Seiten wird das enge und steile Tal von steilen Karen und schroffen Felswänden der Ducangruppe eingerahmt. Dann, ein gutes Stück später schwenkt die Spur nach links ab und führt über ein sanftes Gletscherbecken weiter nach oben.
![]() Der letzte Hang ist noch mal steil. Hier macht sich bei mir der lange Tag bemerkbar, das Klettern, die Höhe und dann noch die gut 1000 Höhenmeter, die wir bis hierher zurückgelegt haben, das ganze in zügigem Tempo und ohne längere Pausen einzulegen, sind doch nicht spurlos an mir vorbeigegangen. Aber wenig später sind wir am Gipfel, bleiben wegen der fortgeschrittenen Stunde aber nicht lange und fahren in gutem Pulverschnee wieder zurück ins Tal um einen wunderschönen, vielseitigen und anstrengenden Wintersporttag abzuschließen.
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