Rafting im Mölltal

(verfasst von Bert_1 am Mi 7. Nov. 2007)

Wochenendtrip zum Wildwasserfahren nach Kärnten

Meine Eltern wollen an diesem Wocheende mit einigen Freunden einen Wochenendausflug ins Mölltal nach Kärten unternehmen und fragen mich ob ich mitkommen will. Da ich für das Wochenende noch nichts geplant habe und außerdem sowieso gerne mal wieder zum bootfahren möchte muss ich nicht lange überlegen und sage zu. Auch Steffen lässt sich für das Vorhaben schnell begeistern und so habe ich nun auch jemanden, der mit mir die Bootsbesatzung bildet

Nach mehrstündiger Autofahrt kommen wir am Freitag Mittag in Obervellach im Mölltal an. Da wir heute noch eine Fahrt auf dem Fluss geplant haben, geht’s gleich direkt zu Einbootstelle. Dort werden die Schlauchboote ausgeladen und aufgepumpt. Wir haben zu sechst zwei Boote: Ein großes Raft, in dem meine Eltern mit ihren Freunden fahren werden und einen kleinen Schlauchkanadier, in dem Steffen und ich uns in die Fluten stürzen wollen.

Wir habe uns für das kleinere Boot entschieden, weil man in diesem wendigen Schiff die Wucht des Wassers viel unmittelbarer mitbekommt, allerdings auch ein höheres Risiko in Kauf nimmt umzukippen und schwimmen zu müssen. Aber das erhöht den Abendteuercharakter, der Fluss ist außerdem mit Stellen Wildwasser 3, weitgehend aber Wildwasser 2, nicht allzu schwierig und mir von den vergangenen Jahren wohl bekannt.

Nachdem die Autos an die Ausbootstelle gebracht sind, die Boote aufgepumpt und wir uns alle in unsere Neopenanzüge, Schwimmwesten und Helme gezwängt haben kann´s losgehen. Der Fluss führt dank der Niederschläge der vergangenen Tage recht viel Wasser und es entwickelt sich eine flotte Fahrt. Immer wieder brechen große Wellen über uns herein und wir sind schnell gut durchnässt. Aber die Anzüge wärmen und so können wir das Abenteuer in vollen Zügen genießen.

In einer Querwalze entscheidet sich Steffen dann auch noch zu einem nicht ganz freiwilligen Bad im kalten Wasser und geht über Bord. Aber schon bald kann er ohne große Probleme wieder ins Schiff zurück klettern. Nach gut zwei Stunden endet die Fahrt am Stausee in Kolbnitz auch schon wieder. Die Boote werden auf den Anhänger verlanden und es geht zurück nach Obervellach und zum Abendessen ins Gasthaus.

Am nächsten Morgen fahren wir nochmals die selbe Strecke. Heute ist etwas weniger Wasser. Es ist schon erstaunlich, wie sehr sich der Charakter des Flusses durch die wenigen cm Unterschied in der Wasserhöhe ändert. Allerdings ist es keineswegs so, dass höherer Wasserstand auch höhere Wellen bedeuten. Die Fließgeschwindigkeit wird zwar höher, aber die Wellen weniger.

Wieder macht die Fahrt viel Freude und mit einer guten Portion Wehmut machen wir uns am Abend auf den Heimweg. Es hätte mich schon wieder gepackt, das Raftingfieber… Die Heimfahrt wird noch langwieriger als die Anreise. Von einem Einheimischen erfahren wir dass die Tauernautobahn wegen Rückreiseverkehrs total dicht sei, also entscheiden wir über den Glocknerpass auszuweichen. Das ist zwar landschaftlich sehr lohnend, aber dauert noch einige Stunden länger

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