Mountainbiketour auf den Blaser

(verfasst von Bert_1 am Di 28. Aug. 2007)

Herrliche Radtour auf einen schönen Aussichtsberg am Eingang des Gschnitztals

Für den heutigen Sonntag haben wir eine Mountainbiketour geplant und als Ziel die Blaserhütte ausgesucht. Der Blaser ist ein kleiner Berg am Eingang des Gschnitztales. Bekannt unter Naturliebhabern für seinen Blumenreichtum und seine herrliche Aussicht. Verschiedene Pfade und Wege und auch einige schöne Forststraßen führen hinauf zur Hütte. Es ist also kein Wunder dass diese Tour Biker wie Wanderer in gleichem Maße anzieht.

Schon auf der Anreise haben wir jedoch mit ersten Schwierigkeiten zu kämpfen: Stau und sehr zähfließender Verkehr zieht die Anfahrt unnötig in die Länge und bringt uns schließlich dazu nicht bis zum eigentlichen Ausgangspunkt in Steinach am Brenner zu fahren, sondern das Auto gleich in Mattrei zu lassen und die letzten Kilometer auf dem Rad zurückzulegen.

Von Steinach radeln wir über eine schöne ruhige Teerstraße am Fluss entlang, ehe wir nach wenigen Kilometern auf die andere Talseite wechseln und in die kleine Ortschaft Trins hochfahren. Hier geht die Tour eigentlich erst richtig los: auf einem breiten Forstweg in angenehmer Steigung fahren wir durch Wälder und Almwiesen in Richtung Gipfel. Weiter oben weicht der Wald, auf der weitläufigen Kuppe finden sich die Wiesen, die die Blumenliebhaber anziehen.

Blumenreichster Berg der Alpen, so heißt es sei der Blaser. Viele Arten von Enzianen, Primeln, Anemonen, Glockenblumen, Steinbrechgewächsen, Orchideen und das berühmte Edelweiß sollen hier wachsen. Leider sind wir wohl zur falschen Jahreszeit hier: die meisten Blumen sind schon verblüht, aber man kann sich gut vorstellen, dass die Wiesen im Frühjahr ein Traum für jeden Botaniker sein müssen.

Der Berg zieht sich in die Länge, immer noch eine Kehre immer noch einige Höhenmeter mehr müssen wir zurücklegen, ehe wir die Blaser Hütte auf 2180m erreichen und uns mit Radler und Speckknödelsuppe stärken können. Bald darauf geht es zu Fuß weiter zum nahen Gipfel. Der Blaser gilt auch, trotz seiner eher bescheidenen Höhe und trotzdem er von der Ferne gesehen nur als kleiner Hügel erscheint, als hervorragender Aussichtsgipfel.

Und das ist nicht übertrieben: direkt gegenüber steht die Kalkpyramide der Serles, von gewaltigen Schuttreißen durchzogen. Im Hintergrund ist Innsbruck zu sehen, mit dem gesamten Karwendelgebirge im Rücken. Auf der anderen Seite des Gschnitztals sieht man auf die beiden Tribulauen, auf die Berge rund um den Brenner bis hin zu Olperer, Schrannkogel und Fußstein im Osten. Auf dem Rückweg vom Gipfel stoßen wir dann auch noch auf die Blume der Blumen: Mitten neben dem Fußweg finden sich zahllose Edelweiß.

Für die Abfahrt haben wir uns eine Variante ausgesucht: Zunächst geht es über den Wanderweg nach Westen, hinab in Richtung Zwieselmäder, dann über eine schöne Forstraße in weiten Serpentinen in Richtung Tal. Immer wieder kann man eine Serpentine abkürzen und auf etwas technischern Almwegen abfahren. Nachdem wir nochmals eine kurze Pause gemacht und noch ein wenig Sonne getankt haben führt uns der Weg wieder zurück nach Trins und dann über einen schönen Waldweg zurück nach Steinach und Mattrei.

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