Reise ins grenzenlose Land … USA

(verfasst von Dani P. am Mo 29. Sep. 2008)

Craters of the Moon National Park / Lehman Cave / Wheeler Peak

Nach dem verregneten Yellowstone National Park haben wir gedacht es kann nicht schlimmer kommen, doch leider als wir im Craters of the Moon National Park ankamen schneite es und die Temperaturen sanken bis auf – 2 Grad Celsius. Davon ließen wir uns nicht abhalten und erkundeten eingemummt in unsere Regenjacken die mondähnliche Lavalandschaft. Craters of the Moon National Park entstand vor einigen tausend Jahren, als nach einem Vulkanausbruch ein Lavastrom 20 Meilen durch die Landschaft floss.

Trotz des schlechten Wetters war der Besuch dieses National Parks sehr interessant. Ausgestattet mit einer super hellen Lupine-Stirntaschenlampe erforschten wir einige der längsten Lavahoehlen. Kaum waren wir mit unserem Aufenthalt im Park am Ende, brach auch schon die Sonne durch die Wolken und es wurde gleich angenehm warm.

Am selben Tag ging es weiter zum Great Basin National Park, wo wir unseren ersten gemeinsamen 4000er erklommen haben. Am nächsten Tag um 4 Uhr in der Früh machten wir uns gut ausgeruht auf den Weg zum Wheeler Peak.

Obwohl wir uns im Sonnenstaat Nevada befanden, wurde es ab 3500 Meter Seehöhe sehr frisch und wir waren froh, dass wir unsere Windstopper dabei hatten. Am Gipfel angekommen belohnte uns ein gewaltiger Ausblick. Die von der Strasse aus riesig wirkenden, bewässerten Felder, erschienen uns hier am Gipfel wie kleine Punkte. Aufgrund der intensiven Sonneneinstrahlung in dieser Höhe stiegen wir nach einer kurzen Gipfeljause mit Eintrag im Gipfelbuch wieder ab ins Tal.

Bevor wir allerdings das Auto erreichten gönnten wir uns noch eine verdiente Abkühlung in einem wunderschönen Gebirgssee mit unserem erklommenen Wheeler Peak im Hintergrund. Great Basin National Park ist nicht nur für seinen 4000er bekannt, sondern wurde wegen der riesigen Lehman Tropfsteinhöhlen berühmt.

Diese wurde bereits im Jahre 1881 vom ehemaligen Mienenarbeiter Absolom Lehman entdeckt, als er seine Kuh suchte und unter ihm ein dunkles Loch sah, aus dem kühle Luft strömte. Er erhoffte, eine Goldmiene gefunden zu haben und erkundete die Höhle. Er fand zwar kein Gold, doch er wusste die Höhle gut zu vermarkten und inserierte schon damals in allen Zeitungen der USA. Bereits im ersten Jahr nach seiner unglaublichen Entdeckung gelang es ihm über 100 Besucher in diese Einöde zu locken. Herr Lehman konnte mit dem Eintritt sehr gut leben und so verbrachte er sein restliches Leben in diesem Gebiet.

Er wohnte in einem selbstgebauten Blockhaus, das noch heute am selben Ort steht. Auch heut zu tage ist diese Gegend noch sehr unbewohnt. Uns wurde das beinnahe zum Verhängnis denn mit einem fast leeren Tank fährt es sich schlecht und die nächste Tankstelle war 70 Meilen weit entfernt. Auf dieser Strecke mussten wir zwei Pässe überqueren. Untertourig schlichen wir die Pässe hinauf und ausgekuppelt ließen wir es auf der anderen Seite wieder hinunter rollen. Sehr nervös und in Schweiß gebadet rollten wir die letzten Meter mit komplett leerem Tank an den Zapfhahnen.

Bevor wir zu unserem nächsten Ziel, dem Bryce Canyon National Park aufbrachen, gönnten wir uns noch ein gutes Mittagessen an einem sehr schönen Picknickplatz. Als wir gerade unser Essen zubereiteten hörten wir ein lautes Rascheln in einer unserer Süßigkeitenkiste. Neugierig behielten wir die Kiste im Auge und wer schaute heraus... ? ... ein freches Eichhörnchen mit vollgestopften Wangen.

Wir verjagten unseren Dieb, doch sogleich tauchten drei weitere diebische Eichhörnchen auf, die wir mit den Resten unseres Mittagessens fütterten. Nach diesen gelungenen Spaghetti setzten wir unsere Reise fort und machten uns auf den Weg Richtung Bryce Canyon National Park.

Text & Fotos: Daniel & Nicole

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