Sportarten30.11.08
|
Tremalzo(verfasst von Juliap. am Mi 13. Jun. 2007)
Ein unvergessliches und wirklich LANGES :-) Abenteuer am Gardasee. ![]() Die Bike-, Surf- und Klettersaison am Gardasee hat heuer schon sehr früh begonnen. Hunderte Österreicher und Deutsche tummeln sich in dem kleinen Örtchen Torbole und man kann sich sicher sein, dass man beim Ausgehen in der Wind’s Bar das ein oder andere bekannte Gesicht sieht.
![]() Wir verbrachten das Wochenende, sowie viele andere auf unseren Bikes. Unser erstes Ziel war gleich die längste und anstrengenste Tour, die man in diesem Gebiet unternehmen kann. Tremalzo heißt das Zauberwort. Diese Tour sollte jeder, der in der Szene mitreden möchte, unbedingt einmal gemacht haben.
![]() Von Torbole, wo wir uns in einer kleinen Pension namens St. Lucia eingemietet hatten, geht es über den Radelweg nach Riva. Von hier radelt man auf einer wirklich beeindruckenden Strecke, welche steil durch die Felsen mit direktem Blick auf den See führt, in das kleine Örtchen Pregasina. Von dort führt die Strecke zu erst noch über steilen Asphalt und dann auf einer Schotterpiste so lange weiter, bis man zu einer kleinen Hütte auf einer Art Plateau gelangt. Hier sollte man auf keinen Fall den ersten Weg auf den Roccettapass nehmen, sondern noch ein kleines Stück bergab radeln. Zwar heisst es auch auf diesem schmalen Steig schieben, doch bleibt es wie gesagt nur beim Schieben, während man bei der Wahl der ersten Abzweigung auch manchmal Tragen muss. Nach ca. einer halben bis dreiviertel Stunde erreicht man den Bocca di Raccetta, wo wir erst einmal eine kleine Pause machten, bevor es über schmale Trails wieder ein Stück bergab geht. Der weitere Verlauf der Strecke verläuft nun sehr lange bergauf, bergab mit extrem steilen Passagen, bei denen man ab und zu auch schieben muss.
![]() Endlich erreicht man ein großes blaues Schild, auf dem der Tremalzo das erste Mal angeschrieben ist. Hier fängt die nervliche Zerreißprobe an. Eine Kehre jagt die andre. Obwohl die Aussicht und die Landschaft unheimlich schön sind, hofft und betet man eigentlich nur noch, dass dieser Höllenritt endlich ein Ende nimmt. Hier wird einem wirklich nichts geschenkt. Der relativ breite Weg ist steil, extrem schottrig und bedarf guter technischer Fahrkenntnisse und stählerne Wadel.
![]() Als Jana und ich durch den letzten Tunnel radelten erwartete uns nach 2.300 Höhenmeter auf der anderen Seite ein Applaus von einer Gruppe ziemlich fertiger und erschöpfter Männer, da der Frauenanteil bei dieser Tour nur ca. bei 0,00001% liegt.
![]() Überglücklich und stolz über die erbrachte Leistung fuhren wir zum Refugio Garda, wo wir uns gleich eine riesige Portion Spaghetti bestellten. Von der Hütte düsten wir über die Asphaltstraße hinunter in Richtung Ledrosee und dann zurück nach Torbole, wo ich auf jeden Fall meine Beine nicht mehr spürte….
![]()
Nur eingeloggte Benutzer können bewerten!
|
Erweiterte ArtikelsucheAlpinismus05.12.08
|


















