Angela Eiter und David Lama siegen in Imst!

(verfasst von cu@rox am Di 15. Mai. 2007)

Am Samstag, dem 12. Mai 07 ging in der Kletterhalle Imst der erste Vorstiegswettkampf dieser Saison über die Bühne. Der aus österreichischer Sicht erfreuliche Trend des letzten Jahres erreichte einen neuen Höhepunkt!

Nach einem spannenden Halbfinale, in dem oft nur ein einziger Zug bzw. Griff über den Einzug in die Endrunde entschied, gingen aus dem Finale zwei würdige Sieger hervor, die es verstanden haben das Publikum sowohl durch ihr unglaubliches Kletterkönnen, als auch durch eine gute Show zu beeindrucken. Der nach dem Halbfinale bereits in Führung liegende David Lama kletterte in der Finalroute kompromisslos und fehlerfrei.

Eine schwierige Passage in der oberen Hälfte der Route, welche den zuvor kletternden Teilnehmern schon fast zum Verhängnis wurde, meisterte das erst 16-jährige Ausnahmetalent ohne Problem, und klippte zur Freude der Zuseher die Schlinge nur an einer Hand baumelnd.

Nach kurzem Rasten zog David dann ohne zu stocken bis zu der von Tomas Mrazek erreichten Bestmarke weiter und konnte diese mit Hilfe der tobenden Masse sogar noch um einige schwierige Züge überbieten und stürzte erst wenige Züge unter dem Topgriff. Dritter wurde der Spanier Patxi Usobiaga.

Auch Angela Eiter, die Weltcup Gesamtsiegerin der letzten drei Jahre, wusste für Spannung zu sorgen. Nachdem sie als einzige die Halbfinalroute „toppen“ konnte, startete auch sie als Führende in die Finalroute. Die ersten Meter kletterte Angy problemlos, doch bei einem weiten Schnapper am Ende des untersten Drittels der Route zögerte sie eine Weile und setzte den Zug sogar schon auf verschiedene Weisen an, ohne aber den nächsten Griff zu erreichen.

Nach kurzem Schütteln kletterte sie dann ohne zu stocken weiter und meisterte den waagrechten Abschnitt der Route nahezu problemlos. Völlig entfesselt erreichte sie dann auch noch die Bestmarke der Belgierin Muriel Sarkany und kletterte sogar noch weitere Züge, bevor sie knapp unterhalb des Topgriffes stürzte. Das aus österreichischer Sicht sensationelle Ergebnis komplettierte Katharina Sauerwein mit einem dritten Platz.

Der Boulderspezialist Kilian Fischhuber verpasste trotz starker Leistung knapp den Einzug ins Finale. Doch wenn man in Anbetracht zieht, dass der Wahl-Tiroler kaum Zeit hatte, sich spezifisch auf diesen Bewerb vorzubereiten, kann man mit dem 14.Rang durchaus zufrieden sein.

Auch bei diesem Wettkampf gilt es ein Lob an die Routensetzer auszusprechen, denen es gelang, eine sowohl für die Athleten anspruchsvolle, als auch für die Zuschauer attraktive Linie zu kreieren.

Es bleibt zu hoffen, dass die Weltcup Saison für die österreichischen Athleten so erfreulich weitergeht wie sie anfangen hat! Bilder © ASP RedBull

http://www.david-lama.com/ http://www.angelaeiter.com/
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