NEU IM SHOP!Sportarten20.11.08
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Ready for Nature Magazin - Bergsport![]() Im Prinzip kann man beim Skyrunning von einer Mischung aus alpinem Bergsport und Berglauf sprechen, denn der Weg führt „joggend“ vorbei an Geröllhängen, Gletscherspalten und 40 Grad steilen Hängen durch das ewige Eis. Vom alpinen Bergsteigen unterscheidet dieser Extremsport jedoch die zeitliche Dimension: Skyrunner wie Stangl wollen immer die Schnellsten sein. Einfach nur am Gipfel stehen ist da längst nicht alles. Im Gegensatz zum Berglauf wiederum spielt die enorme Höhe und die dadurch notwendige Akklimatisation eine wesentlich stärkere Rolle. Beim Skyrunning wird im Übrigen auf Hilfestellung durch andere Personen verzichtet. Um schneller zu sein, wird in der Regel auch nur eine leichte Bergausrüstung verwendet. Zusätzlicher Sauerstoff ist verpönt. Der Steirer Christian Stangl hat immer wieder mit bemerkenswerten Leistungen im Alpinbereich auf sich aufmerksam gemacht. Seit Ende der Neunziger Jahre war der Admonter solo im Himalaja unterwegs und legte sich dort mit den Achttausendern Shisha Pangma (8.046 Meter) und Cho Oyu (8.201 Meter) an. Dabei durchstieg er 1998 als erster Mensch solo die Shisha-Südwand, drei Jahre später beging er solo eine neue Route an der Nordwand des Cho Oyu. Dabei entdeckte der heute 37-Jährige, der einen Ruhepuls von 37 auf 5.300 Metern aufweist (!!!), seine Ausdauerfähigkeiten und seine besondere Begabung, sich gut in großen Höhenlagen zurecht zu finden - Grundvoraussetzungen für einen guten Skyrunner. Schnell standen neue Herausforderungen und Projekte fest. Im Frühjahr 2002 „lief“ Stangl in Argentinien vom Basislager des Aconcagua, dem mit 6.956 Metern höchsten Berg Amerikas, in nur 4 Stunden und 25 Minuten zum Gipfel. Zwei Jahre später schaffte er einen neuen Rekord am 5.895 Meter hohen Kilimanjaro, das alpine Nonplusultra in Afrika: In nur 5:36:38 Stunden bewältigte er die 4.445 Höhenmeter zwischen Basislager und Gipfelspitze. 2005 war für den Steirer das Jahr der Anden zwischen Chile und Argentinien: Im Februar erklomm Stangl in einer Serie von Skyruns zehn Sechstausender-Gipfel in gerade einmal sieben Tagen. Im Herbst des gleichen Jahres nahm er eine weitere verrückte Herausforderung in Angriff: Die längste autarke Nord-Süd-Durchquerung entlang des Andenhauptkamms. Zu Fuß, ein 120 Kilogramm schweres Wagerl ziehend, wanderte und lief der Extremsportler in 34 Tagen eine 900 Kilometer lange Strecke mit einer Durchschnittshöhe von 4.200 Metern. 2006 folgte dann „das“ Projekt schlechthin: Der Mount Everest als Tagestour. Am 25. Mai startete Stangl vom chinesischen Basislager aus in 6.400 Meter Höhe und machte sich ohne Sauerstoff und Eispickel auf den Weg zum Gipfel (8.848 Meter). Nach 16 Stunden und 42 Minuten stand er auf dem „Dach der Erde“. Für den Rückweg benötigte der Skyrunner keine sechs Stunden. Nach gut 22:30 Stunden hatte der Himmelsstürmer den „Tagesausflug“ beendet und für neue Maßstäbe in seiner Sportart gesorgt.
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