NEU IM SHOP!Sportarten20.11.08
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Ready for Nature Magazin - Olympische Spiele 2008![]() © APA (Diener/Georg Diener) Um Rogans bei internationalen Groß-Wettkämpfen erschwommene Medaillen aufzuzählen, reichen zwei Hände schon lange nicht mehr aus. Sage und schreibe 28 Mal wurde dem gebürtigen Wiener bei solchen Titelkämpfen Edelmetall umgehängt. Das macht ihn nicht nur zum erfolgreichsten österreichischen Schwimmer überhaupt, sondern auch zu einem Mann der absoluten Weltklasse. Außer einer EM-Bronzenen in der 4 x 200 m-Kraul-Staffel heuer in Eindhoven hat er all diese Medaillen als Einzelsportler errungen. Neun davon sind in Gold gehalten, am stärksten glänzt dabei zweifelsohne die „jüngste“: Bei der Kurzbahn-WM in Manchester im vergangenen April holte Rogan über 200 Meter Rücken den Titel und schwamm zum Drüberstreuen in 1:47,84 Minuten auch Weltrekord. Dabei hatte er nach Platz vier über 100 m Rücken sogar überlegt, gar nicht zur längeren Distanz anzutreten. Vielleicht war das aber auch ein Bluff eines Mannes, der neben Schwimmen und Reden auch „Denken“ zu seinen Hobbys zählt. Als Absolvent der hochangesehenen Stanford-Universität in den USA scheint dies auch nicht zu hoch gegriffen zu sein. In die Staaten hatte es seine Familie 1996 gezogen. Während seines Bachelor-Studiums in Stanford fand Rogan auch ein perfektes Umfeld für das Schwimmtraining. Dies nutzte er zu intensiver Arbeit, was letztlich zu seiner ersten WM-Medaille – Silber über 200 m Rücken in Fukuoka 2001 – führte. Die ersten Goldmedaillen folgten 2004 bei der Langbahn-EM in Madrid mit Siegen über 200 m Rücken und 200 m Lagen. Zum Ausklang des gleichen Jahres holte Rogan bei der Kurzbahn-Heim-EM in Wien ebenfalls zwei Goldene in den gleichen Disziplinen. Dazu kamen zwei Silberne über jeweils 100 m. Zwischen diesen beiden Europameisterschaften lag das Abenteuer Olympia in Athen, von dem Österreichs Parade-Schwimmer mit zwei Silbernen heimkehrte. Geradezu logisch, dass der Athlet des SVS Niederösterreich 2004 zu Österreichs Sportler des Jahres gewählt wurde. Sowohl über 100 als auch über 200 m Rücken musste sich Rogan bei Olympia 2004 nur dem US-Star Aaron Peirsol geschlagen geben. Jenem Mann, der Anfang Juli bei den US-Trials für die Olympia-Teilnahme seinen eigenen Weltrekord über 100 m Rücken um 0,09 Sekunden auf 52,89 Sekunden drückte. Etwas überraschend gescheitert ist in dieser nationalen Olympia-Quali Ryan Lochte, der zweite US-Dauerrivale Rogans. Nach Abschluss seines Stanford-Studiums zog Rogan 2004 wieder nach Wien, wo er von Robert Michlmayr, dem österreichischen Trainer des Jahres 2005, gecoacht wurde. Anfang 2007 zog es ihn dann nach Rom, um dort unter der Anleitung des italienischen Betreuers Claudio Rossetto seine Bahnen zu ziehen. Besonders auffällig an dem Mann - der nicht zuletzt wegen seiner Liaison mit Christine Reiler, der „Miss Austria 2007“, auch dem „Seitenblicke“-Publikum bestens bekannt ist - ist seine Fähigkeit, sich total auf bestimmte Wettkämpfe fokussieren zu können. Seine Ziele anzupeilen, sich darauf vorzubereiten und seinen Plan auch umzusetzen, das ist die große Spezialität des Markus Rogan. Daher sollte sein Fokus auf Olympia der internationalen – vor allem aber amerikanischen – Konkurrenz eine ernsthafte Warnung sein. "Mein Ziel für Peking bleibt Gold“, hatte er noch während der Kurzbahn-WM in Manchester bestätigt und seitdem auch sein gesamtes Leben auf dieses Ziel ausgerichtet. „Meine Zeitrechnung geht nur bis Olympia", erklärte der Medaillenhamster, der von seiner Gold-Chance überzeugt ist. Und Rogan hat noch meistens seine Überzeugung in die Tat umgesetzt.
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