Sankt Anton ist berauschend
Wer Sankt Anton sagt, denkt an Skisport pur. Wer an St. Anton denkt, freut sich auch auf Partys und lange Nächte. Wer sich auf St. Anton freut, wird nicht enttäuscht. Der Tiroler Wintersport-Ort am Arlberg erfüllt alle Ansprüche für Jung und Alt und kann gleichzeitig auf eine über 100-jährige Wintersport-Geschichte zurückblicken.
Bereits 1901 wurde der Skiclub Arlberg gegründet, drei Jahre später fand das erste Skirennen statt. 1928 wurde erstmals das legendäre Arlberg-Kandahar-Rennen ausgetragen. Zahlreiche Skipioniere und Rennläufer prägten in all den Jahrzehnten das Ansehen St. Antons in der Welt. Namen wie Hannes Schneider, Franz Hoppichler, Karl Schranz oder Getrud Gabl sind untrennbar mit dem Tiroler Ort verbunden. Vorläufig letzter sportlicher Höhepunkt in der Geschichte St. Antons waren 2001 die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften.
Heute präsentiert sich St. Anton als modernes Ski-Zentrum im Herzen der Alpen. 85 Lifte und 440 Kilometer Abfahrten stehen den Skisportlern und Snowboardern zur Verfügung. In die perfekte Infrastruktur werden jährlich Millionen gesteckt. Das neueste Prestige-Objekt ist zugleich ein architektonischer Hingucker: Der Neubau der Galzig-Bahn, die 2.200 Skisportler pro Stunde in etwas mehr als neun Minuten auf den Berg befördern kann.
Berühmtberüchtigt ist der „Weiße Rausch“, eine Veranstaltung, die sich inzwischen auch jenseits der Grenzen einen Namen gemacht hat. Zu bezwingen gilt es dabei das „Ungeheuer“ Valluga, ein 2.809 Meter Hoher Gipfel oberhalb von St. Anton. In rasender Abfahrt geht es dann über neun Kilometer ins Tal. Das Besondere daran: Gestartet wird nicht einzeln, sondern in Blöcken.
Gemeinsam mit dem „Jakobilauf“, einem Halbmarathon im Juli, und einem Bike Marathon im August, zählt der „Weiße Rausch“ im April zu einem Triathlon der besonderen Art. Der Sieger darf sich als „Arlberg Adler“ fühlen. Die heurige Auflage des „Weißen Rausches“ geht am 21. April in Szene.
Wem der „Weiße Rausch“ als Volksabfahrt zu wenig ist, kann sich bei der Rennserie „Weiße Rennen“ versuchen. Austragungsorte sind Lech/Zürs, Flims/Laax/Falera in der Schweiz und zum Abschluss St. Anton. Allein der „Weiße Ring“ in Lech/Zürs umfasst 22 Kilometer Abfahrt und 5.500 Höhenmeter, die ohne Abschnallen der Ski durchgehend zu befahren sind. Beim „Weißen Schuss“ in der Schweiz sind es zwölf Kilometer. In St. Anton warten dann die bereits erwähnten neun Kilometer des „Weißen Rausches“.
Nicht zu kurz kommen am Fuße des Arlbergs selbstverständlich auch die Snowboarder. Ein eigener Funpark mit Hindernissen, Schanzen, Slides und einem Washboard lässt die Herzen der Funsportler höher schlagen.
St. Anton ist aber auch abseits des Skifahrens eine Reise wert. Langläufer können sich auf einem rund 40 Kilometer langen Loipennetz austoben, Tourengeher treffen sich am Winterklettersteig im Rendl-Skigebiet. Es gibt eine beleuchtete Naturrodelbahn, man kann Schneeschuhwandern, Eislaufen, Eisstockschießen oder eine romantische Fahrt mit dem Pferdeschlitten unternehmen. Spätestens da wirkt St. Anton berauschend.