NEU IM SHOP!Sportarten20.11.08
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Ready for Nature Magazin - Trend, Fun & Extreme© APA (Archiv/epa) Die Sahara ist zuletzt vermehrt in den Schlagzeilen erwähnt worden. Doch während der Ausgang des Geiseldramas um zwei dort gekidnappte Salzburger Touristen noch unklar ist, rückt die nordafrikanische Wüste ab Freitag auch wieder in den Focus der internationalen Extremsport-Szene. Denn von 28. März bis 7. April geht es im Rahmen des "Marathon des Sables" rund 230 km durch die marokkanische Sahara. Acht Österreicher stehen auf der 826 Namen umfassenden Teilnehmerliste für den wohl extremsten Marathon-Bewerb der Welt, der heuer bereits zum 23. Mal stattfindet. Neben Klaus Dietl, Kurt Leitner, Harald Marbacher, Josef Schmied, Peter Siebert und Simon Schäfer haben auch Peter und Heide König für das Wüstenabenteuer genannt. Ähnlich wie im rot-weiß-roten Team sind rund ein Siebentel aller Starter Frauen. Was macht den Marathon des Sables nun so besonders? Nicht nur die klimatischen Bedingungen machen dieses Event noch anstrengender als andere extremsportliche Bewerbe. Tagsüber müssen die Wüstenläufer mit 40 Grad Celsius rechnen, nachts kühlt es aber auf bis zu fünf Grad ab. Auch ein "gewichtiges" Hindernis kommt hinzu: Die Teilnehmer müssen Gepäck mit sich herumschleppen, das Verpflegung und Ausrüstung wie Kompass, Schlangenserum, Schlafsack und Leuchtraketen enthält. Aufgeteilt ist das Rennen und somit die Gesamtdistanz auf einzelne Tagesetappen, deren Länge die Läufer jeweils erst knapp vor dem Start erfahren. Und ergänzend zur sportlichen Anstrengung warten folgende "Schmankerl" auf die Extremsportler: Schlafen in Nomadenzelten, keine Duschmöglichkeit und giftige Vipern, die im Sand lauern. Und zur Krönung ist auch noch das Trinkwasser rationiert. Jeder Teilnehmer, der sich bis ins Ziel des Marathon des Sables durchkämpft, ist ein Sieger. Dennoch gibt es natürlich auch bei dieser Extremkonkurrenz immer einen und eine, der bzw. die als Erste(r) das Ziel sieht. Im Vorjahr waren dies - zum bereits zehnten Mal (!) - der Marokkaner Lahcen Ahansal mit einer Gesamtzeit von 17:25 Stunden, bei den Damen war Laurence Fricotteaux aus Frankreich in 23:28 Stunden am Schnellsten. Von 756 gestarteten Teilnehmern durften sich beachtliche 727 als Finisher bezeichnen. Ein Teilnehmer kehrte 2007 jedoch nicht mehr nach Hause zurück: Der 49-jährige Franzose Bernard Jule erlag während der letzten Etappe einem Herzversagen. Auch ein Beispiel aus dem Jahr 1994 zeigt die mögliche Dramatik dieses Wüstenmarathons: Ein italienischer Teilnehmer verirrte sich in einem Sandsturm und wurde erst neun Tage später von Nomaden in Algerien aufgefunden. Bis dahin war er rund 200 Kilometer vom Kurs abgekommen und hatte 15 Kilo abgemagert.
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