NEU IM SHOP!Sportarten03.09.08
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Ready for Nature Magazin - Bergsport© APA (Archiv/amical.de) Gerlinde Kaltenbrunner ist erneut am 8.516 Meter hohen Lhotse an der Grenze zwischen Nepal und China gescheitert. Zusammen mit ihrem Ehemann Ralf Dujmovits und dem deutschen Bergsteiger David Göttler musste die oberösterreichische Alpinistin am Dienstag nach einer Nacht in Lager IV auf 7.700 Meter Höhe umkehren. Den drei Bergsteigern geht es aber laut Auskunft von Kaltenbrunners Assistentin gut. Bereits vor zwei Jahren, am 26. Mai 2006, hatten die 37-Jährige und ihr aus dem Schwarzwald kommender Mann eine Besteigung des Lhotse nur 100 Meter unterhalb Gipfels abbrechen müssen. Damals verhinderten zu tiefe Schneeverhältnisse den finalen Aufstieg. Nun wird die dreiköpfige Gruppe für Dienstagabend (Ortszeit) im Everest/Lhotse-Basislager erwartet. Ob noch ein weiterer Aufstiegsversuch geplant ist, war zunächst unklar. Für Mittwoch sind jedenfalls starke Höhenwinde in der Region prognostiziert worden. Das Trio war in der Nacht auf Samstag vom Everest/Lhotse-Basislager aus gestartet und hatte drei Nächte am Berg verbracht. Wie die Expeditionsfirma von Dujmovits, Amical, der APA erkärte, dürfte die letzte Nacht auf 7.700 Meter Höhe sehr kalt gewesen sein. Dujmovits hatte von seinem Gipfelsieg Mitte Mai am Makalu (8.485 m) eine schwere Verkühlung davon getragen. Auch Kaltenbrunner hatte zuletzt an einer leichten Erkältung laboriert. Ob dies der Grund für die Umkehr am Dienstag war oder doch Wetterturbulenzen, ist allerdings noch unklar. Für die 37-jährige Kaltenbrunner wäre der Lhotse bereits der zwölfte von 14 Achttausendern gewesen. Erst Anfang Mai hatte sie den Dhaulagiri (8.167 m) in Nepal erfolgreich bestiegen und war damit als erste Frau der Welt auf elf Achttausendern gestanden. Für ihren 46-jährigen Ehemann Ralf wäre im Falle eines Gipfelsiegs am Dienstag sogar ein alpinistischer Traum in Erfüllung gegangen: Dujmovits hätte als erster deutscher Bergsteiger alle 14 Achttausender der Erde bezwungen. So bleibt der Lhotse vorerst noch ein weißer Fleck auf der alpinistischen "Habenseite" des Deutschen. Allerdings möchte er den Mount Everest noch einmal besteigen, da er den höchsten Berg der Erde 1992 nur mit Hilfe von künstlichem Sauerstoff bewältigt hatte. Unabhängig vom weiteren Verlauf der Lhotse-Expedition möchte die Oberösterreicherin aus Spital am Phyrn im Sommer noch ins Karakorum zum K2 (8.611 m). Der zweithöchste Berg der Erde fehlt neben dem Lhotse und dem Mount Everest noch in ihrer "Achttausender-Sammlung".
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