NEU IM SHOP!Sportarten30.11.08
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Ready for Nature Magazin - Laufsport© APA (Gindlfoto) Bereits zum neunten Mal wird Heiligenblut am Großglockner am kommenden Sonntag zum Nabel der Berglauf-Welt. Die nationale und internationale Szene kommt gemeinsam mit zahlreichen Hobbyläufern zusammen, um beim Großglockner-Berglauf dem "Dach Österreichs" entgegen zu stürmen. Die Vorzeichen sind nach dem jüngsten Drama beim Zugspitzen-Lauf mit zwei Todesopfern diesmal jedoch getrübt. Von Heiligenblut am Ende des Mölltals aus geht es auf einer Strecke von 12,67 Kilometern hinauf auf den höchsten Berg Österreichs. Der Start erfolgt um 10:00 Uhr, übrigens auf einer Seehöhe von 1.256 Metern. Das Ziel auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe befindet sich 2.370 Meter über dem Meeresspiegel. Die besondere Herausforderung des Berglaufs liegt in der Tatsache, dass der Mensch in der Höhe aufgrund des Umgebungsluftdruckes weniger Sauerstoff aufnehmen kann, begründet. Die Ausdauerleistung nimmt daher in einer Höhe von 2.000 bis 2.500 Metern um rund acht Prozent ab. Dass diese Herausforderung auch zu einer großen Gefahr werden kann, hat sich am vergangenen Sonntag beim Extrem-Berglauf auf die Zugspitze gezeigt. Nach einem plötzlichen Wetterwechsel - der im Hochgebirge jederzeit möglich ist - brachen mehrere Menschen erschöpft zusammen. Zwei Teilnehmer starben an Unterkühlung, sechs weitere Läufer wurden mit schweren Unterkühlungen und völlig erschöpft ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen eingeliefert. Experten für Alpinmedizin halten aufgrund solcher möglichen Auswirkungen der extremen Belastung wenig von solchen Bergläufen. "Es ist eigentlich eine Narretei. Das sind extreme sportliche Betätigungen. Wem bringt das etwas?", sagte etwa Wolfgang Domej von der ARGE Alpinmedizin im Gespräch mit der APA. Es müsse gar nicht die Witterung selbst der Auslöser für eine solche Katastrophe sein. Allein die körperliche Überforderung könne mit einer Herz-Kreislauf-Schwäche enden. "Schon ein kleiner Infekt kann da bei solchen Belastungen 'in die Hose gehen'", meinte der Pulmologe von der Grazer Universitätsklinik.
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