Runningcheckpoint - Laufen in der Großstadt
Laufen boomt - und das schon seit Längerem. Das überrascht nicht weiter, denn einerseits ist für diese Sportart nicht viel Ausrüstung notwendig, andererseits bietet sie viele angenehme Effekte: Fitness-Steigerung, Stärkung von Herz und Kreislauf sowie Verhinderung oder Verringerung von Übergewicht sind nur einige davon. Auch Stressabbau ist eine von vielen Läufern geschätzte „Nebenwirkung“, abgesehen davon sollte die Bewegung im Freien ganz allgemein Spaß machen.
Im Normalfall können Freizeitsportler ihre Laufstrecken frei wählen, vor allem wenn sie im Grünen leben und ihnen die Natur ein mannigfaltiges Wegenetz bietet. Etwas schwieriger ist dies in der Großstadt, wo man am ehesten an den Stadträndern oder in größeren Grünanlagen Chancen auf zum Joggen geeignetes Terrain hat. In Wien wurde diesem Problem im Jahr 2002 mit der Einrichtung von „Runningcheckpoints“ entgegengewirkt. Seitdem können Sportbegeisterte in der Bundeshauptstadt ihre Laufschuhe auf markierten Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bewegen.
Ob an der Alten Donau, am Cobenzl mit Panoramablick über die Stadt, im Prater – mit dem Wiener Laufklassiker Hauptallee – oder am südlichen Stadtrand im Kurpark Oberlaa – der Wiener Runningcheckpoint bietet in verschiedensten Umgebungen Möglichkeiten, dem Laufvergnügen zu frönen. Allein im Prater gibt es acht unterschiedliche Strecken. Vier davon haben ihren Ausgangspunkt bei der Meierei, die anderen vier vor dem Ernst-Happel-Stadion. Alle führen sie zumindest teilweise über die Hauptallee, die Streckenlängen variieren von 3,3 bis hin zu 12,4 Kilometer. All diese Strecken werden auf Grund ihrer Flachheit als „leicht“ eingestuft und sind auch für Laufsport-Einsteiger sehr geeignet.
Ebenfalls als leicht gilt die 3,8 km lange Runningcheckpoint-Runde durch den Kurpark Oberlaa. Anders als die Prater-Routen ist diese allerdings nicht nur eben, es geht bergauf und bergab. Ebenfalls im zehnten Bezirk bietet das Erholungsgebiet Wienerberg drei Strecken mit mittlerem Schwierigkeitsgrad. Eine 3,2 km lange Runde mit einer kräftigen Steigung gehört ebenso zum Angebot wie eine 3,7 km lange Route mit leichter Steigung. Die längste markierte Laufstrecke am Wienerberg führt über 5,4 km entlang des Wienerbergteichs und um einen Golfplatz durch das Erholungsgebiet.
Läufer aller Ansprüche kommen im hügeligen Gebiet am westlichen Wiener Stadtrand auf ihre Rechnung. Die Route „Schwarzenbergallee“ etwa wird als „schwer“ eingestuft. Sie führt über 7,8 km den Hameauweg hinauf, ehe es bergab in Richtung Schwarzenbergallee und zum Ausgangspunkt zurückgeht. Die Anstrengung des Anstiegs wird durch die landschaftliche Schönheit des Waldes im historischen Schwarzenbergpark belohnt. Durch diesen führen noch insgesamt vier weitere markierte Strecken. Die kürzeste und leichteste davon umfasst 2,4 km, eine mittelschwere Route ist 3,1 km lang. In sich haben es aber die beiden „schweren“ Strecken, die auf ihren 4,7 bzw. 6,9 km mit Anstiegen gespickt sind.
Insgesamt 27 verschiedene Gegenden der Bundeshauptstadt werden von den Runningcheckpoints erschlossen. Inzwischen ist dieses Konzept aber nicht mehr auf Wien beschränkt. So werden im steirisch-kärntnerischen Grenzgebiet Turracher Höhe drei Strecken mit der vollen Bandbreite von leicht bis schwer als Runningcheckpoint ausgewiesen, das Angebot im Bundesgebiet soll aber noch erweitert werden.
Internet: http://www.runningcheckpoint.at/