NEU IM SHOP!Sportarten30.11.08
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Журнал Ready for Nature - Landwirtschaft![]() © APA (Archiv/epa) Die brasilianische Raumfahrtbehörde INPE kann künftig per Satellit die Abholzung des Regenwalds auf Grundstücken von rund 80.000 Landbesitzern überwachen. Das berichtete die Umweltschutzorganisation WWF. Laut der brasilianischen Umweltministerin Marina Silva sollen in den kommenden zwei Monaten die Grundstücke von rund 80.000 Landbesitzern in das System der Satellitenüberwachung integriert werden. So könne die INPE "in Echtzeit kontrollieren, ob 80 Prozent des jeweiligen Grundstückes als Regenwald erhalten bleiben, wie es das Forstgesetz fordert." Weiters wird laut dem WWF eine parlamentarische Untersuchungskommission zur Entwaldung in Amazonien eingerichtet. Der Präsident der brasilianischen Rechtsanwaltskammer, Cezar Britto, beabsichtige, ein internationales Tribunal zur Verteidigung Amazoniens ins Leben zu rufen. Der WWF begrüßt die Initiativen, erinnerte aber auch an den "dringenden Ausbau des ARPA-Schutzgürtels (Amazon Region Protected Area Programme) auf 500.000 Quadratkilometer bis 2012". Nur so könnte die Vernichtung des Regenwaldes aufgehalten werden, so Benesch. Schon im Vorjahr habe die brasilianische Umweltbehörde IBAMA die Kontrollen im Zusammenhang mit illegaler Abholzung in Amazonien intensiviert. Rund 228.450 Festmeter Urwaldholz wurden laut WWF 2007 beschlagnahmt, 665 Lkw konfisziert, 510 Personen festgenommen und Strafen von 600 Millionen Euro verhängt. Doch die illegalen Holzfäller haben mächtige Verbündete im Ausland. Laut WWF ist Europa "ein Motor der Zerstörung der Amazonas-Regenwälder". Der Kontinent sei seit Jahrzehnten in Geschäfte mit illegalem Tropenholz verwickelt. Das habe in den vergangenen 40 Jahren zur Vernichtung von rund 700.000 Quadratkilometern Regenwald im Amazonasgebiet geführt. Die EU-Kommission gebe zu, dass 50 Prozent der in Europa angebotenen Tropenhölzer aus illegalen Quellen stammen. "Wir fordern einen Einfuhrstopp für Tropenholz aus illegalen oder nicht nachvollziehbaren Quellen", so WWF-Amazonasexperte Emil Benesch. Nach den Berechnungen des WWF sind rund 80 Prozent des Holzeinschlages in Amazonien illegal. Die Holzfirmen zahlen keine Steuern, Arbeiter werden schlecht bezahlt und die Bäume werden vor allem in Staatswäldern geschlagen, hieß es. Derzeit könne nur das Zertifikat des "Forest Stewardship Council (FSC)" garantieren, dass ein Holz- oder Papierprodukt aus einer ökologisch und sozial verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung stamme.
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