NEU IM SHOP!Sportarten30.11.08
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Ready for Nature Magazin - Skifahren![]() Den Extremsport Speedski gibt es bereits seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, immer wieder finden spektakuläre Weltrekordversuche statt. Lange hielt der Osttiroler Harry Egger – selbsternannter Skiborg – mit 248,28 km/h die Bestmarke. Am 23. April 2002 wurde er aber von Philippe Goitchel entthront. Der Franzose markierte in Les Arcs nicht nur einen neuen Weltrekord, sondern sprengte mit 250,70 km/h auch die 250er-Schallmauer.
Egger möchte in Zukunft seine Rekordversuche in größere Höhen verlegen. Der Osttiroler will dank des geringeren Luftdrucks Geschwindigkeiten von deutlich mehr als 250 km/h schaffen. Speedski findet aber nicht nur in Form von Rekordversuchen statt, es gibt auch offizielle FIS-Bewerbe mit Herren- und Damen-Wertungen.
Die beste Zeit für das kontrollierte Tempobolzen auf Schnee ist das Frühjahr. Die Speedski-Saison beginnt in der Regel erst im März, da dann der Schnee schneller ist. Im Startbereich ist die Hangneigung so stark, dass man kurz vor dem "Freien Fall" steht. Dieses extreme Gefälle ist notwendig, um so schnell wie möglich in den hohen Geschwindigkeitsbereich zu kommen. Ab 190 km/h gleiten die Skier auf einem dünnen Luftpolster, ab 215 km/h wird der Luftwiderstand am Oberkörper unerträglich und jeder Sturz bedeutet akute Lebensgefahr aufgrund der Verbrennungen. Ein Fehler hat hier fatale Folgen.
Die extrem hohen Geschwindigkeiten sind nur mit Hilfe einer speziellen Ausrüstung möglich. Der hautenge Anzug besteht aus undehnbarem, plastifiziertem Lycra und ist völlig luftabweisend. Er muss auf die optimale Position, die Hocke, zugeschnitten werden. Bis der Anzug richtig sitzt, kann es eine Stunde dauern. Der Helm ist aerodynamisch geformt, die Skischuhe werden an der Ferse mit Spoilern verkleidet. Die Ski selber sind bis zu 2,4 Meter lang und wiegen 15 Kilo.
Speedski findet aber nicht nur in diesen für normal Sterbliche unvorstellbaren Dimensionen statt, es gibt auch Speedski-Events für Jedermann, z.B. im Skigebiet Hahnenkamm bei Reutte in Tirol. Mit gut präparierten Abfahrtskiern, einem Rennanzug und einem Helm ist man dabei. Immerhin werden bei derartigen Rennen auch schon Geschwindigkeiten um die 150 km/h erreicht.
Und wer sich langsam an das hohe Tempo herantasten will, der sollte einmal eine der vielen Speedstrecken mit Zeitmessung in Österreichs Skigebieten ausprobieren. Dort macht man die Erfahrung, dass sich auch 70 km/h schon ganz schön schnell anfühlen.
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