NEU IM SHOP!Sportarten30.11.08
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Ready for Nature Magazin - Olympische Spiele 2008![]() Den Anfang des rot-weiß-roten Medaillenregens machte Felix Gottwald gleich am ersten Bewerbstag mit Silber im Einzelbewerb der nordischen Kombinierer hinter dem Deutschen Georg Hettich. Den Schlusspunkt setzte am letzten Tag etwas überraschend der 38-jährige Olympia-Oldie Michail Botwinow, dessen Bronze im 50-Kilometer-Langlauf mit Massenstart hinter dem Italiener Giorgio di Centa und dem Russen Jewgenij Balsam auf die Wunden der von Doping-Vorwürfen gebeutelten österreichischen Langläufer und Biathleten war. Dazwischen ging es auf und ab. Nachdem der Franzose Antoine Deneriaz am zweiten Tag den Österreichern das erhoffte Gold in der olympischen „Königsdisziplin“ Herrenabfahrt buchstäblich in letzter Sekunde vor der Nase wegschnappte und den Langzeitführenden Michael Walchhofer auf Platz zwei verdrängte, war es an Michaela Dorfmeister, am fünften Olympia-Tag den Bann zu brechen und mit ihrem Sieg in der Damen-Abfahrt die erste Goldmedaille für Österreich zu holen. Mit Dorfmeister, die sich ihre letzte Saison mit Gold in der Abfahrt und im Super G versüßte, Benjamin Raich, der im Riesentorlauf und im Slalom zuschlug, dem nordischen Kombinierer Felix Gottwald, der mit Gold im Team-Bewerb und im Sprint nun als einziger Österreicher in der Olympia-Geschichte bereits sechs olympische Medaillen gewonnen hat, und dem Skispringer Thomas Morgenstern, der im Team-Bewerb und auf der Großschanze (vor seinem Teamkollegen Andreas Kofler) unschlagbar war, gab es erstmals auch vier Doppel-Olympiasieger für Österreich. Sensationell war auch der österreichische Dreifachsieg im Herren-Slalom durch Benni Raich, Reinfried Herbst und Rainer Schönfelder am vorletzten Tag des Turniers. Je zwei Medaillen gingen an Hermann Maier (Silber im Super G hinter dem norwegischen Routinier Kjetil-Andre Aamodt und Bronze im Riesentorlauf), an Marlies Schild (Silber in der Kombination und Bronze im Slalom) und Rainer Schönfelder (Bronze in der Kombination und im Slalom). Bei den Snowboardern holte Sigi Grabner im Parallel-Riesentorlauf Bronze. Genau genommen gingen ja sogar gezählte 16 Goldmedaillen an Österreich, schließlich erhielten für den Sieg im Teambewerb der Skispringer alle vier Athleten Andreas Widhölzl, Andreas Kofler, Martin Koch und Thomas Morgenstern Gold um den Hals gehängt - ebenso wie beim Teambewerb-Sieg der nordischen Kombinierer Michael Gruber, Christoph Bieler, Felix Gottwald und Mario Stecher und beim österreichischen Sieg im Rodel-Doppelsitzer-Bewerb die beiden Brüder Andreas und Wolfgang Linger. Gezählt wird aber selbstverständlich nur nach Anzahl der Bewerbe. Leer ausgegangen sind hingegen in Turin etwas überraschend sowohl der vor allem im Slalom favorisierte Lokalmatador Giorgio Rocca und der US-Amerikaner Bode Miller. Janne Ahonen muss ebenfalls weiterhin auf eine olympische Medaille im Einzelbewerb warten. Der finnische „Überflieger“ musste sich mit Silber hinter Österreich im Teambewerb begnügen. Überschattet wurden diese Triumphe in Rot-weiß-rot allerdings von den Vorfällen rund um die Doping-Razzia der italienischen Behörden bei den österreichischen Biathleten und die Affäre um den für Olympia gesperrten und mittlerweile vom ÖSV suspendierten Trainer Walter Mayer, die die sportlichen Erfolge der österreichischen Athletinnen und Athleten vor allem in der internationalen Berichterstattung in den Hintergrund treten ließen. Daran änderte auch wenig, dass sämtliche bei österreichischen Sportlern vorgenommene Doping-Kontrollen mittlerweile ein negatives Ergebnis brachten. Vor allem nach der leidigen Blutdoping-Affäre bei den Winterspielen 2002 in Salt Lake City blieb diesmal ein besonders schaler Beigeschmack, dessen Beseitigung das Österreichische Olympische Komitee und den Österreichischen Skiverband sicher noch sehr viel Zeit und Mühen kosten wird.
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