NEU IM SHOP!Sportarten07.01.09
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Ready for Nature Magazin - Bergsport© APA (amical.de) Eine Bronchitis bei Gerlinde Kaltenbrunners deutschem Ehemann Ralf Dujmovits hat am Dienstag zum Abbruch der Besteigung des 8.516 Meter hohen Himalaya-Riesen Lhotse geführt. Die oberösterreichische Alpinistin und der deutsche Bergsteiger David Göttler sind zwar zunächst zu zweit weitergeklettert, sie haben sich allerdings auf rund 8.150 Metern zur endgültigen Umkehr entschieden. Ein zweiter Aufstiegsversuch ist nicht mehr geplant, das Trio wird nun die Heimreise antreten. Kaltenbrunner, Dujmovits und Göttler waren am Dienstag um 3.00 Uhr früh von Lager IV (7.700 m) aus in Richtung Lhotse-Gipfel gestartet. Allerdings drehte Kaltenbrunners Gatte bereits nach rund 100 Höhenmetern aufgrund einer Bronchitis wieder um und begann mit dem Abstieg. Dujmovits hatte sich bei seiner Besteigung des Makalu in Nepal Mitte Mai schwer verkühlt und dies nicht richtig auskuriert. Schon in Lager IV war er sich nicht sicher gewesen, ob ein weiterer Aufstieg sinnvoll wäre, wie Kaltenbrunner am Mittwoch erklärte. Der Deutsche hatte mit hartnäckigem Husten zu kämpfen und konnte daher auch nicht schlafen. Die 37-jährige Kaltenbrunner und Göttler setzten ihren Aufstieg ohne Dujmovits fort und kamen trotz windiger Bedingungen zunächst gut voran. Allerdings hatten die Beiden durch den Aufstieg auf den Dhaulagiri Ende April/Anfang Mai bereits einige Kilo verloren, zudem machte ihnen die Kälte zu schaffen. Laut der Oberösterreicherin haben dann eisige Zehen und der Wunsch, gemeinsam mit Ehemann Ralf auf dem Gipfel des Lhotse zu stehen, zu dem Entschluss geführt, vor dem Einstieg zum Gipfelcouloir auf 8.150 m Höhe umzudrehen. "Die richtige Entscheidung, um alle Zehen und Finger zu behalten", so Kaltenbrunner. Am Dienstagabend erreichten alle Drei in der Dunkelheit wieder das Basislager. Für heuer wird kein weiter Gipfelversuch gestartet. Das Trio will nun seine Sachen packen und voraussichtlich am Freitag in Richtung Kathmandu aufbrechen. "Jetzt wird es Zeit, dass wir nach Hause kommen, uns erholen und vor allem wieder ausreichend Sauerstoff tanken", so Kaltenbrunner im Everest/Lhotse-Basislager. Der Heimflug ist am 5. Juni. Obwohl das kletternde österreichisch-deutsche Ehepaar nun schon zum zweiten Mal am Lhotse gescheitert ist, kündigte Kaltenbrunner an, mit Sicherheit zurückzukehren. "Für den Lhotse wird es auf alle Fälle einen dritten Anlauf geben", so die Wahl-Schwarzwälderin, die eigentlich aus Spital am Phyrn kommt. Kein Wunder, schließlich ist der Lhotse der einzige Achttausender, dessen Gipfel Dujmovits noch nicht bestiegen hat. Und auch Kaltenbrunner fehlt dieser Berg noch neben dem Mount Everest und dem K2. Letzteren will sie im Sommer ins Visier nehmen.
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