NEU IM SHOP!Sportarten07.01.09
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Ready for Nature Magazin - Wassersport© APA (Archiv/epa) Von Alicante nach St. Petersburg. Über den Umweg Kapstadt, Cochin, Singapur, Qingdao, Rio de Janeiro, Boston, Galway, Marstrand/Göteborg und Stockholm. Acht Jachten wollen von 11. Oktober bis 26. Juni um die Welt segeln. 37.000 Nautische Meilen, 68.524 Kilometer, warten dabei auf Andreas Hanakamp, der als Skipper des russischen Teams als erster Österreicher beim Volvo Ocean Race dabei ist. Der als Siegespreis ausgesetzte "Waterford Crystal" wird für den früheren Olympiasegler Hanakamp nur schwer zu holen sein, das Team Russia ist das einzige private unter den millionschweren Syndikaten. Der russische Geschäftsmann Scherebzow hat die finanzielle Basis geschaffen und den 42-jährigen Österreicher beauftragt, ein Team zu bilden. Der Dritte im Bunde ist der Engländer Michael Woods. Der aus St. Petersburg kommende Scherebzow sitzt selbst als Bugmann auf der "Kosatka" (Killerwal) und hat sich, so Hanakamp, den "härtesten und gefährlichsten Job" ausgesucht. Zehn Ozean-Abschnitte und sieben Rennen vor den Etappenorten (In-Port-Races), das erste am Samstag vor Alicante, bietet die Weltumseglung, die bis 1998 unter dem Namen "Whitbread Round the World Race" stattfand und bei ihrer zehnten Auflage zum zweiten Mal auf Monohulls (Einrumpf) der Klasse "Volvo Open 70" ausgetragen wird. Hanakamp segelt seit 26 Jahren auf hoher See, er strebte in den 1990er Jahren mit dem "Austrian Whitbread Challenge" das Debüt eines österreichischen Schiffs am berühmtesten Segelrennen rund um die Welt an, seine Bemühungen scheiterten damals aber aus finanziellen Gründen. Bis zum Startschuss des Rennens 2008/2009 betrug das Verhältnis zwischen Organisieren und Segeln 95:5 Prozent, beschrieb Hanakamp das aufwendige Projekt. Dem Team gehören 40 Mitglieder aus 17 Nationen an, darunter auch ein Dutzend Österreicher, an Bord selbst ist Hanakamp aber der einzige Vertreter der Alpenrepublik. Mindestens 7, maximal 11 Personen sind während der Regatta auf dem Schiff, einer davon versorgt die Medien mit Informationen. Die zwei Ericsson-Boote bezeichnete Hanakamp als die härtesten Konkurrenten. Skipper des Internationalen Teams ist der Brasilianer Torben Grael, und damit ein ehemaliger Konkurrent des Niederösterreichers, hat der Südamerikaner doch Olympia-Gold 1996 und 2004 im Starboot gewonnen. Im America's Cup taktierte er 2000, 2003 und 2007 für Prada. Auf der Ericsson Nordic fungiert mit dem Finnen Thomas Johanson der Sydney-Olympiasieger im 49er als Helmsman/Trimmer. "Wir genießen es, als Underdogs ins Rennen zu gehen", meinte Hanakamp zur Ausgangsposition. Im Gegensatz zu den anderen Mannschaften ist die russische in ihrer Entwicklungsarbeit nie ausspioniert worden. "Weil sie uns anfangs nicht ernst genommen haben. Aber wir werden es ihnen zeigen. Wir können gewinnen und gehen auch mit diesem Ziel an den Start. Bei Starkwind schätze ich uns sehr stark ein. Probleme könnten wir nur bei Leichtwind bekommen", prognostizierte der Skipper.
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