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Журнал Ready for Nature - Outdoor & Survival
„Iditarod“ - Das legendäre Hundschlittenrennen
Es ist ein eiskaltes und lebensfeindliches Abenteuer für Mensch und Tier an der Grenze zum Unerträglichen. Selbst hart gesottene Extremsportler bezeichnen es als das „letzte große Rennen der Welt“. Gemeint ist der „Iditarod-Trail“, das wohl berühmteste und legendärste Hundeschlittenrennen, das Mitten im Winter über 1.150 Meilen (mehr als 1.800 Kilometer) quer durch den nördlichsten und kältesten Bundesstaat der USA, Alaska, führt.
Im Jahr 2007 fällt bereits zum 35. Mal in Anchorage der Startschuss für dieses Event der ganz besonderen Art. Immer Anfang März versammeln sich in der größten Stadt Alaskas rund 100 so genannte Musher mit ihren Huskys, um sich im Kampf mit der Natur zu beweisen. Die Strecke führt entlang einer historischen Goldstrecke durch menschenleere Tundren und dichte Wälder, vorbei an der alten Goldgräberstadt Iditarod, die dem Rennen ihren Namen gab, über vereiste Flüsse und hohe Berge bis zur Ortschaft Nome am Beringmeer.
Das Rennen zieht die unterschiedlichsten Männer und Frauen an: Fischer, Ärzte, Bergarbeiter, Künstler, Fallenleger, Anwälte und eine große Zahl von freiwilligen Helfern, darunter Piloten, die die entlegenen Streckenabschnitte mit Proviant versorgen. Mit bis zu 16 Hunden gehen die wagemutigen Schlittenführer an den Start. Die Teams müssen den extremen Bedingungen wie Kälte, schneidende Winde oder schlechte Sichtverhältnisse gewachsen sein. Nur Karten und Kompass sind erlaubt. Funk- und Positionierungsgeräte werden nur für den äußersten Notfall mitgenommen.
Nicht alle sehen das Ziel. Rund ein Fünftel der Starter gibt unterwegs auf. Zudem ist es keine Seltenheit, dass Musher, die mit 16 Hunden gestartet sind, am Ende in Nome nur mehr mit acht Tieren ankommen. Die erschöpften Huskys werden unterwegs an Raststationen zurück gelassen. Damit jedoch den Tieren nichts Ernsthaftes passiert, gibt es strikte Vorschriften, wie z.B. Extra-Wollsocken zum Schutz vor Eisklumpen an den Pfoten oder das Verbot von Anabolika. In früheren Jahren waren oft mehrere Hunde während des Iditarod gestorben, was zum Protest von Tierschützern und zum Rückzug von Sponsoren führte.
Der Iditarod erinnert im Übrigen an eine sagenhafte Legende: Während des Goldrausches in Alaska und Kanada beförderten Hundeschlitten auf dieser Strecke Gerät, Post und Gold durch die unendliche Wildnis. 1925 brach in Nome die Diphtherie aus. Der Serumvorrat reichte gerade für einen Bruchteil der 2.000 Einwohner. Also wurden 20 Hundeschlitten-Führer in Anchorage mit ihren Gespannen und dem Impfstoff im Gepäck in aller Eile mobil gemacht. Die Schlitten fuhren als Stafette und bewältigten die Strecke trotz arktischer Stürme mit Temperaturen von bis zu minus 60 Grad in etwas mehr als fünf Tagen. Normalerweise wurde die Strecke mit 25 Tagen berechnet. Eine Epidemie konnte damals so verhindert werden
Zur Erinnerung an die Rettungsfahrt mit Schlittenhunden wird in Alaska seit 1973 jedes Jahr das Iditarod-Rennen gestartet, das streckenweise über den alten „Trail“ nach Nome führt. Die Rekordzeit liegt mittlerweile bei 8 Tagen, 22 Stunden und 46 Minuten, aufgestellt im Jahr 2002 vom gebürtigen Schweizer Martin Buser. Rekordsieger ist Lokalmatador Rick Swenson, seines Zeichens fünffacher Champion und 20-facher Iditarod-Starter.
Nach alter Tradition wird beim Iditarod nicht nur der Erste, sondern auch der Letzte ausgezeichnet. Wer am längsten braucht, erhält für sein Durchhaltevermögen den „Rote Laternen“-Preis. Der „Rekord der anderen Art“ liegt derzeit bei 32 Tagen.
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