NEU IM SHOP!Sportarten30.11.08
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Ready for Nature Magazin - Bergsport© APA (VIENNAVERTICALS.AT) Rund drei Wochen nach ihrer Abreise aus Wien wird es langsam ernst für die "Vienna Verticals" - jene drei Extremalpinisten, die im pakistanischen Karakorum-Gebirge die bisher unbezwungene Südwand des 6.270 Meter hohen Hunza Peak in der Nähe des K2 "knacken" wollen. Bisher sei die Expedition planmäßig verlaufen. Nach der hindernisreichen Anreise und dem Aufbau des Basislagers ist nun auch die Installation des vorgeschobenen Basislagers so gut wie abgeschlossen. Erste Erkundungen in die Riesenwand sind bereits erfolgt, gleich in den testweise gekletterten ersten Seillängen gab es schon hohe Schwierigkeitsgrade zu bewältigen. Das Team, das aus den drei Kletterern Harry Grün, Klaus Bonazza und Jakob Karner besteht, plant, den Anstieg im Wesentlichen in vier Etappen zu meistern: Etappe 1, der beschwerliche und unübersichtliche Zustieg zum Basislager, ist praktisch abgeschlossen. Entgegen den in Wien erfolgten Planungen war die Schaffung eines vorgeschobenen Basislagers nötig geworden, da der Zugang zur eigentlichen Wand weitaus schwieriger als gedacht war. Der Granitfels in den ersten Seillängen erwies sich erfreulicherweise als kompakt, so dass auch in der Gipfelwand ein guter Fels erwartet werden kann, was die Kletterei wenn schon nicht einfacher, so doch ein wenig sicherer machen dürfte. Nun folgen die nächsten Schritte. Zunächst (Etappe 2) gilt es, den steilen Hängegletscher (ca. 800 Höhenmeter) zu überwinden. Danach (Etappe 3) wartet die eigentliche, fast unmögliche Herausforderung: die steile Felswand. Etappe 4 ist schließlich die kombinierte Eis- und Felswand zum Gipfel, die im Vergleich zu den vorangegangenen Seillängen leichter ausfallen dürfte. Momentan sind die "Vienna Verticals" damit beschäftigt, das gesamte benötigte Material - Hunderte Kilo Kletter-Equipment und Verpflegung - über den bis zu 55 Grad steilen Gletscher zum Wandfuß (dem Beginn der schweren Gipfelwand) zu schaffen. Die Stimmung im Team sei bestens, berichten die Kletterer, lediglich das Wetter habe sich in den letzten Tagen etwas instabil gezeigt. Mit einigem Wetterglück sollte die Südwand des Hunza Peak Ende September als Erfolg in den Tourenbüchern verzeichnet sein. Geschlafen wird auf winzigen, wackligen, an einem Seil hängenden Alu-Konstruktionen in der senkrechten Wand. Jeder der rund 300 Gegenstände - ca. 200 Kilogramm - muss mit einer Schnur gesichert sein, das gilt für die Zahnbürste genauso wie für den superleichten Spezialschlafsack. Beachtlich ist angesichts dieser Kraftanstrengung der Kalorienverbrauch: Jeden Tag müssen etwa 20 Kilogramm Eis zu Wasser geschmolzen werden. Sieben Liter Flüssigkeit und rund 7.000 Kilokalorien wird jeder Alpinist pro Tag benötigen. Trotzdem wird jeder "Vertical" wegen der enormen körperliche Belastung innerhalb eines Monats rund zehn Kilogramm Körpergewicht verlieren.
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