NEU IM SHOP!Sportarten30.11.08
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Ready for Nature Magazin - RFN-Spezial![]() © readyfornature.com / Daniel Swarovski Der 59-jährige Manolo ist unübersehbar, wenn er mit der "Seleccion" auf Reisen geht: Kräftige Statur, schwarze, überdimensionale Baskenmütze, die Kleidung in Spaniens Nationalfarben gelb-rot gehalten, vor dem Bauch seine Trommel. Der Betreiber eines Lokals direkt neben dem Mestalla-Stadion in Valencia ist der bekannteste Vertreter einer Anhängerschaft, die während der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz ausnahmslos positiv aufgefallen ist. Während aller EM-Spiele ihrer „La Roja“ haben die spanischen Fans Passion und Leidenschaft unter Beweis gestellt. Und das auf eine äußerst sympathische Art und Weise. Stimmungsvolle Gesänge und in die Farben Rot und Gelb getauchte Ränge waren ständige Begleiter der ebenfalls begeisternden Auftritte der spanischen Mannschaft. Von Radau oder Gewalttätigkeiten war dagegen nichts zu sehen und hören. Mit Spanien hat unbestritten eine Mannschaft den Coupe Henri Delaunay gewonnen, die während des ganzen Turniers über spielerische Glanzlichter setzen konnte. Drei Siegen in der Vorrunde folgte das einzige Match, in dem das Weiterkommen der Iberer auf des Messers Schneide stand: Nach einem 0:0 gegen Italien musste im Wiener Viertelfinale ein Elfmeterschießen entscheiden, doch die Nerven der spanischen Kicker hielten. Es folgten ein überzeugendes 3:0 gegen Russland und schließlich das finale 1:0 gegen Deutschland. Besonders beeindruckend war die mannschaftliche Geschlossenheit des neuen Titelträgers. Defensive und Offensive leisteten nicht nur hervorragende Arbeit, sondern griffen auch bestens ineinander. Der äußerst offensiv agierende Rechtsverteidiger Sergio Ramos ist da nur ein Beispiel. Wie stark der gesamte EM-Kader Spaniens war, beweist auch der Umstand, dass sich der Ausfall des Torschützenkönigs David Villa im Endspiel kaum als Schwächung bemerkbar machte. Spaniens Spielstil hat sogar einen eigenen Namen: „Tiqui taca“ wird das blitzschnelle Kurzpassspiel genannt, bei dem vor allem die Mittelfeldspieler permanent in Bewegung sind. Sie sorgen mit ihren Abspiel-Serien dafür, dass der Gegner viele leere Kilometer "fressen" muss und dadurch müde gespielt wird. Und wenn der Gegner dann nicht mehr kann, dann schlagen die Iberer geradezu überfallsartig zu und versetzen ihm den "Todesstoß". Besonders gefreut über den spanischen EM-Titel haben sich die Einwohner von Neustift im Stubaital. In dem Ort, in dem die Iberer ihr EM-Teamcamp aufgeschlagen und sich rasch zu äußerst beliebten Gästen gemausert haben, wurde stets mit „La Roja“ mitgefiebert und natürlich auch mitgefeiert. Als das Team am Montag um 4:15 Uhr am Dorfplatz dem Bus entstieg, gab es frenetischen Jubel von rund 100 ausharrenden Tiroler Fans. Beim Einfahren in den Ort war der Mannschaftsbus mit einem Feuerwerk begrüßt worden. Die Stars selbst feierten ausgelassen, aber recht locker, zunächst mit einem verspäteten "Abendessen" in der Pizzeria Platzl. Anschließend tanzten die EURO-Helden im Dorf-Pub von Neustift ab. Wobei sich die frischgebackenen Europameister auch beim Feiern recht bescheiden gaben. Auf den eingekühlten Champagner verzichteten die Stars großteils, dafür floss aber "Cerveca" in Strömen.
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