Ready for Nature Magazin - Bergsport


© APA (Archiv/epa)

Sherpa erklomm zum 18. Mal den Mount Everest

Ein Sherpa aus Nepal hat zum 18. Mal den Mount Everest bestiegen. Am Donnerstag erreichte der 48 Jahre alte Appa Sherpa den Gipfel des mit 8.848 Metern höchsten Berges der Welt. Der erfahrene Bergführer habe damit seinen eigenen Rekord gebrochen. Appa hatte den Everest erstmals 1989 von der nepalesischen Seite aus erklommen.

Bei der neuen Expedition wurde er von mehreren Bergsteigern bis zum Gipfel begleitet. Dazu gehörten drei Amerikaner, ein Kanadier, ein Rumäne und fünf Sherpas. Nach Angaben der nepalesischen Regierung versuchen derzeit 30 Expeditionen, den Gipfel des Mount Everest zu erklimmen. Es sei die beste Zeit, das Ziel zu erreichen, bevor der Monsun vom Juni bis zum Oktober Aufstiege nicht mehr zulasse.

Appa Sherpa hatte 1987 mit Bergsteigen begonnen, der 48-jährige kommt aus einem Dorf am Fuße des Mount Everest. Der mit 8.848 Metern höchste Berg der Welt war 1953 erstmals von Sir Edmund Hillary und seinem Sherpa Tenzing Norgay bestiegen worden. Seitdem wurde das "Dach der Welt" mehr als 3.000 Mal bezwungen.

Unterdessen ist ein 44-jähriger Schweizer Bergsteiger am Mittwoch am Gipfel des Everest an Erschöpfung gestorben. Er war im Rahmen einer Expedition unterwegs gewesen - ohne zusätzlichen Sauerstoff. Gianni Goltz galt als einer der besten Tessiner Bergsteiger. Er hatte den Gipfel des Mount Everest bereits erreicht, starb aber nach dem Abstieg vom Gipfel des Mount Everest an Erschöpfung. Die Wiederbelebungsversuche seiner Kollegen aus der Seilschaft blieben vergeblich.

Der Schweizer hatte bereits sechs Achttausender ohne Sauerstoffgerät bestiegen. Vermutlich erlag er beim Abstieg einem Kreislaufkollaps. Ob sein Leichnam geborgen werden kann, ist fraglich. "Gianni Goltz ruht jetzt im ewigen Schnee des Himalaya", schrieben seine Lebenspartnerin, seine Schwester und seine Mutter in einer Todesanzeige, die am Freitag in Tessiner Tageszeitungen erschien.

Der spanische Alpinist Inaki Ochoa de Olza starb derweils bei dem Versuch, den 8.091 Meter hohen Annapurna in Nepal zu bezwingen. Wie die Expeditionsleitung im nordspanischen Pamplona mitteilte, starb der 40-Jährige am Freitag vermutlich an den Folgen eines Gehirnödems in einem Camp in 7.400 Metern Höhe.

Ochoa war fünf Tage zuvor zusammengebrochen und konnte sich seitdem nicht mehr bewegen und auch nicht sprechen. In einer dramatischen Rettungsaktion erreichte der Schweizer Bergsteiger Ueli Steck das Zelt seines spanischen Kollegen, doch die von ihm mitgebrachten Medikamente konnten ihm nicht mehr helfen. Der Einsatz von Hubschraubern in dieser Höhe ist nicht möglich.

Ochoa hatte bisher zwölf der 14 Achttausender bestiegen. Etwa 100 Meter vor dem Gipfel des als besonders schwierig geltenden Annapurna im Himalaya hatte er am Montag wegen Erfrierungen an den Händen aufgeben müssen. Sein großes Ziel war es, alle Achttausender zu bezwingen. Das haben bisher nur ganz wenige Menschen geschafft, darunter Reinhold Messner. "Ich mache mir aber keine Illusionen. Wenn ich eines Tages da oben krank werde, kehre ich nicht mehr heim", hatte Ochoa einmal gesagt. Zu seiner Expedition gehörten zehn weitere Bergsteiger aus mehreren Ländern.

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