NEU IM SHOP!Sportarten30.11.08
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Ready for Nature Magazin - Outdoor & Survival![]() Wer das erste Mal zelten geht und sich die Ausrüstung noch zulegen muss, der sollte sich zunächst überlegen, was er genau vorhat. Stehen 14 Tage Camping an einem See im Salzkammergut auf dem Programm, so kann das Zelt ruhig größer, geräumiger und somit bequemer sein. Wer jedoch beim Campen zwei Wochen zu Fuß unterwegs ist, der sollte vor allem auf das Gewicht achten. Ein qualitativ hochwertiges Zelt in Kuppel- oder Schlauchform für zwei oder drei Personen muss nicht mehr als 3,5 Kilogramm wiegen, Spezialzelte sind noch leichter. Neben dem Gewicht liegt das Hauptaugenmerk auf der Materialqualität. Ein gutes Zelt sollte beim Außenmaterial einen hohen Abperleffekt bei guter Trocknungszeit aufweisen, resistent gegen UV-Strahlung sein und eine hohe Reißfestigkeit besitzen. Billige Zelte haben in der Regel eine schlechte Wasserdichte. Gutes Campingmaterial weist am Boden eine Wassersäule von mindestens 5.000 mm auf, am Überzelt 4.000 mm. Das Innenmaterial sollte wenig Feuchtigkeit aufnehmen und sehr luftdurchlässig sein. Zeltgestänge aus stabilerem Aluminium ist jenem aus Glasfiber zu bevorzugen. Das Um und Auf bei der Verarbeitungsqualität der Zelte sind die Nähte. Gibt es hier Schwachstellen, so fällt die gesamte Zeltqualität v.a. hinsichtlich Wasserdichte und Reißfestigkeit zusammen. Gute Qualität lässt sich auch durch Pflege erhalten. Feuchte Zelte sollten vor dem Zusammenpacken komplett getrocknet, Verschmutzungen mit Wasser (keine Seife) gesäubert und Beschädigungen der „Außenhaut“ vermieden werden. Ins Campergepäck gehört neben dem Zelt eine Isomatte, ein guter, leichter Schlafsack und bei Bedarf ein Kocher samt Topf. Auch eine Taschenlampe kann sich als nützlich erweisen.
Ist man einmal mit dem passenden Equipment unterwegs, gibt es einige Regeln für die Wahl des Zeltstandortes. Dieser sollte möglichst auf flachem Gelände liegen, Steine und andere spitze Gegenstände sollten entfernt werden. Plätze unter harzenden Bäumen sollten tunlichst gemieden werden, da die Harze die Zelthaut zersetzen. Schlecht sind auch Standorte in Mulden oder am höchsten Punkt eines Hügels. In Mulden kann sich bei Regen Wasser sammeln, zudem bilden sich hier oft so genannte Kälteseen. Hügelspitzen sind wiederum sehr wetterexponiert. Auch sollte man sein Zelt nicht zu nah am Wasser (Flüsse!) aufschlagen, da man gerade nach Regenfällen nie wissen kann, ob und wie der Pegel steigt. Der Zelteingang sollte, wenn möglich, nicht zur Wetterseite zeigen. Bei Unwettern mit Sturm, Hagel und Blitzschlag bleibt man besser nicht im Zelt, nicht nur weil einem alles um die Ohren fliegen kann, sondern auch, weil Verletzungen durch herabstürzende Äste drohen. Wer das berücksichtigt, kann Natur und Lagerfeuer-Romantik in vollen Zügen genießen.
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