Kitzbühel – ein Wintersportort der besonderen Art
Kitzbühel – wenn dieser Name genannt wird, sind sofort zahlreiche Assoziationen da: Das Hahnenkamm Rennen, die mondäne Innenstadt als High-Society-Treff und der spitz zusammenlaufende Kirchturm etwa. Und obwohl die Tiroler Gamsstadt auch für Sommersportler einiges zu bieten hat – Tennis und Golf etwa – ist „Kitz“ ganz eindeutig als Wintersportort in den Köpfen der Menschen verankert. Und in vielen davon wohl als eine Art Mekka des alpinen Skisports.
Werfen wir gleich einmal einen Blick auf das Kitzbüheler Skigebiet. Denn dieses besteht selbstverständlich aus viel mehr Pisten als der Streif, deren Starthaus übrigens in einem Wäldchen nahe der Bergstation der Hahnenkamm- und der Fleckalmbahn verborgen liegt. Herausfordernde Passagen wie die Mausefalle sind aus Sicherheits-Gründen als "Skiroute" ausgewiesen, als Skipiste gilt nur die entschärfte "Familienstreif". Damit aber nun endgültig weg von der Streif, schließlich gelangt man mit einer Liftkarte der Bergbahn AG Kitzbühel auf Pisten vom Gaisberg bei Kirchberg bis an den Pass Thurn, der bereits die Landesgrenze zu Salzburg markiert.
Besonders verlockend für begeisterte Skifahrer sollte die „Skisafari“ sein. Dieser Name wurde einem Zusammenhang aus verschiedenen Abfahrten verliehen, der es ermöglicht, den gesamten Skigroßraum von Kitzbühel/Kirchberg bis zum Pass Thurn ohne Umsteigen auf Skibusse oder Taxis zu befahren. Von einem Ende des Skigebiets zum anderen ohne Abschnallen der Bretter (oder des Bretts bei Snowboardern) – theoretisch ist das durch die Kitzbüheler „Skisafari“ möglich. Theoretisch deshalb, weil die meisten Wintersportler im Normalfall irgendwann einmal in einer der zahlreichen Skihütten eine Pause einlegen. Insgesamt umfasst die in beide Richtungen befahrbare Skisafari, deren Abfahrten mit einem Ski fahrenden Elefanten beschildert sind, 35 Pistenkilometer, auf denen man insgesamt 6.000 Höhenmeter zurücklegen kann.
Weiters berechtigt eine Liftkarte oder ein Skipass des Kitzbüheler Skigebiets zur Auffahrt auf das Kitzüheler Horn, das beispielsweise für Familien-Skitage geeignet ist und sich auch bei Snowboardern großer Beliebtheit erfreut. Insgesamt warten in den Kitzbüheler Alpen 150 Kilometer Pisten auf Ski- und Snowboardfreunde. Dazu kommen 18 Kilometer markierte Skirouten mit anspruchsvollen Tiefschneeabfahrten.
Doch Wintersport in Kitz muss nicht zwingend Alpinski oder Snowboard sein. So bieten im Großraum Kitzbühel insgesamt 120 Kilometer gespurte Langlaufloipen die Möglichkeit, auch beim Nordischen Skisport Kondition zu tanken und die Landschaft zu genießen. Wer es gerne gemütlicher hat, begibt sich auf einen der romantischen Winterwanderwege der Region. Und wer es ohne Nachtleben nicht aushält, schaut eben einmal in der „Tenne“ oder im „Londoner“ vorbei…
(from Profil, sent on Вск 28. Янв. 2007)
Man kann nicht nur bis zum Paß Thurn, sondern auch die Landesgrenze überqueren, Salzburger Land mit den Schiern erforschen und das unbeschreiblich schöne Panorama der Hohen Tauern erleben.