Eisangeln macht Fischen zum Ganzjahressport
Was kann man nicht alles auf und mit Eis machen: Eislaufen, Eishockey spielen, Eisstockschießen, Eisklettern – die Möglichkeiten sind mannigfaltig. Doch auch eine Freiluft-Sportart, die gemeinhin mit dem Element Wasser assoziiert wird, kann auf gefrorenen Gewässern ausgeübt werden, nämlich das Fischen. Diese winterliche Version des Angelns nennt sich folgerichtig Eisfischen oder Eisangeln.
Um von der gefrorenen Oberfläche in das Gewässer vordringen zu können, wird mittels eines Eisbohrers oder einer Kettensäge ein Loch in das tragende Eis gebohrt oder gesägt. Es empfiehlt sich, zuvor über die gewünschte Stelle heißes Wasser, in dem man Salz aufgelöst hat, zu schütten, um das Eis dort aufzutauen. Geangelt wird dann entweder nur mit einer Schnur oder einer kurzen Rute.
Zu beachten ist, dass der beim Eisangeln verwendete Köder gefrierfest sein sollte. Gefischt wird meistens mit natürlichen Ködern wie Wurm, Köderfisch oder Fischfetzen, aber auch Ölkäse und ein Köder namens „Mormyschka“ sind geeignet. Letzterer kommt aus Russland, hier wird ein Bleischrot am Hakenschenkel eines sehr kleinen Angelhakens angebracht. Alternativ dazu kommen Imitate kleiner Wasserinsekten zum Einsatz. Die Mormyschka wird hauptsächlich für das Fischen nach Barschen eingesetzt. Durch senkrechtes Auf- und Abbewegen des Köders sollen die Fische angelockt werden. Neben Barschen und Weißfischen gehören Aal, Hecht, Karpfen, Schleie, Lachs und Forelle zu den wahrscheinlichen Fängen beim Eisfischen.
Wo kann man nun dem Eisangeln nachgehen? In Österreich gibt es einige Gebiete, die durchaus zum Fischen in der kalten Jahreszeit geeignet sind. Eines davon ist der Nussensee im Salzkammergut, einige Kilometer von Bad Ischl entfernt. Oder das steirische Ennstal, wo der Puttererseehof mit Pauschal-Angeboten zum Auswerfen der Rute am gleichnamigen See lockt. Doch auch Niederösterreich kann mit Möglichkeiten aufwarten, etwa im Waldviertel, wo am Schacherteich bei Vitis u.a. nach Karpfen, Hechten, Zandern und Welsen geangelt werden kann. Der dortige Teichbesitzer verzichtet im Herbst auf das Abfischen, damit bis zum Februar „fette Beute“ gemacht werden kann. Im Salzburger Land ist etwa der Wiestalstausee bei Hallein ein lohnendes Ziel für Eisfischer.