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© APA (Keystone)

Heimsieg bei 53 km langem Schweizer Gletscherlauf

Alle zwei Jahre findet in der Schweiz der berühmt-berüchtigte Gebirgslauf "Patrouille des Glaciers" statt. Mehr als 4.200 Athleten haben heuer, Mitte April, zu Fuß und auf Skiern an dem 53 Kilometer langen Extremrennen über die Walliser Berge und Gletscher teilgenommen. Der Sieg ging erstmals wieder seit acht Jahren hat an ein Schweizer Team.

Allein die Details zum Lauf sind beeindruckend: Auf der Strecke zwischen Zermatt und Verbier sind mehr als 8.000 Höhenmeter zu bewältigen - knapp 4.000 Meter geht es nach oben, 4.120 Meter bergab. Dabei gibt es mehrere Pässe über 3.000 Meter Höhe. Der höchste Punkt der Route ist der Tete Blanche mit 3.650 Meter Höhe. Gestartet wird in der Nacht, damit die Extremsportler heikle Gletscherpassagen auf hartem Schnee passieren können.

Am besten mit dem wechselhaften Wetter (starker Wind, Nebel), der Kälte und dem Schnee bei der 13. Auflage des Events kam die Schweizer Dreier-Seilschaft Florent Troillet, Alexander Hug und Didier Moret zurecht. Sie benötigten 6:24,32 Stunden, um nach Verbier zu gelangen. Das Trio verfehlte den Rekord trotz der schwierigen Bedingungen nur um fünfeinhalb Minuten.

Bei den Frauen stellte das SAC-Swiss-Team sogar eine neue Bestzeit auf: Nathalie Etzensberger, Gabrielle Magnenat und Séverine Pont-Combe erreichten das Ziel in 7:53,25 Stunden und unterboten den Rekord gleich um 23 Minuten. Insgesamt nahmen 1.365 Dreierpatrouillen an diesem weltweit einmaligen Wettkampf teil, darunter Teams aus 22 Ländern. 564 absolvierten die lange Strecke von Zermatt nach Verbier, 801 starteten von Arolla aus nach Verbier.

Vor dem Start gab es jedoch bange Stunden: Denn lange Zeit hatte es so ausgesehen, als ob der Gletschermarathon verschoben werden müsste. Starke Winde und Schneefall machten den Organisatoren Sorgen.

Die Anfänge der "Patrouille des Glaciers" reichen in die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurück. Die Schweizer Armee wollte mit diesem Lauf die Ausdauer der Truppen testen. Nachdem 1949 drei Teilnehmer in einer Gletscherspalte ums Leben gekommen waren, wurde der Wettkampf untersagt. Erst 1984 erlebte der Gebirgslauf eine Neuauflage.

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