Ready for Nature Magazin - Umwelt

Waschmaschinen könnten umweltfreundlicher werden
© APA (dpa)

Haushaltsgeräte der Zukunft sind "öko"

Elektrogeräte der Zukunft säubern schmutzige Wäsche mit Waschnüssen statt Chemie, kochen mit Solarenergie und helfen Wasser sparen: Studenten aus aller Welt haben beim fünften "Electrolux Design Lab L07" mitgemacht. Die Aufgabe lautete, Lösungen für das Jahr 2020 zu finden, die umweltverträglich und wirtschaftlich realisierbar sind. Gewonnen hat der ungarische Designstudent Levente Szabo.

Er überzeugte die Jury mit dem Gerät "e-Wash" - einer Waschmaschine, die statt herkömmlichem Pulver- oder Flüssigwaschmittel umweltfreundliche Waschnüsse verwendet. "Sapindus mucorossi" sind ein natürliches, in Indien und Nepal seit Jahrhunderten bekanntes Reinigungsmittel, das auch hierzulande von Öko-Vorreitern schon bisher mehr und mehr eingesetzt wird.

Jetzt wurde erstmals ein modernes Spezialgerät mit dem alten Naturprodukt verbunden. "Mich erschrak die Umweltbelastung, die sowohl aus dem Waschprozess als auch aus der Produktion des Waschmittels entsteht", sagte der siegreiche Levente Szabo.

Der zweite Platz ging an Laura Pandelle aus Frankreich für "Pebble", einen solarbetriebenen Kochtopf. He Cheng Fei aus China errang mit "Go Fresh", einem Kühlschrank im Wabendesign, den dritten Platz: Jedes Lebensmittel wird bei optimaler Temperatur gelagert, Gerüche können nicht aufeinander übergehen.

Weitere interessante Produktinnovationen: "Fog Shower" (Brasilien) ist eine Dusche, die einen Nebel aus mikroskopisch kleinen Wassertropfen einsetzt und dadurch nur zwei Liter Wasser für eine fünfminütige Dusche verbraucht. Die sparsamsten gängigen Duschköpfe brauchen 26 Liter.

Bei "Pure Washer" (Deutschland) handelt es sich um ein Gerät, das zur Hälfte Abwasch und zur Hälfte Geschirrspüler ist. Das schmutzige Geschirr wird in die sichtbare Hälfte der Abwasch gestellt, die unter die Arbeitsplatte rotiert, wo dann gespült wird. Das Gerät senkt den Wasserverbrauch und verwendet entgastes Wasser, um Fettschmutz ohne Reinigungsmittel zu entfernen.

"Circompo", ein Komposter und Mistkübel aus Thailand, wiederum zersetzt organischen Abfall mit Mikroorganismen. "Return Pot" (Taiwan) wandelt Plastiksackerl aus Polymilchsäure (PLA)-Harz in Kompost für Pflanzen um. PLA-Harz wird in Zukunft mehr und mehr Kunststoffe auf Ölbasis ersetzen.

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