a) Projekt „Leben statt Tanken“ – weniger Energie verbrauchen und dadurch Vorteile bekommen von Mag. Georg Felkel, dem Gewinner des Wettbewerbs 2007 „Rettet die Tiroler Luft“.
Der Idee liegt ein Belohnungssystem für Energiesparer und Wenigtanker zugrunde.
„Gesellschaftliche Probleme ändern sich dann, wenn jeder einzelne einen Beitrag leistet“ – Idee aus der asiatischen Philosophie.
Motiviertes Erkennen und Lernen von sinnvollen Alternativen zum Autofahren
Sparsames Autofahren (Spritverbrauch)
Sparsames Heizen (Öl-, Gas-, Elektroverbrauch)
Langfristiges umweltfreundliches Umdenken bzw. Umgewöhnen
Erstellung eines Registriermediums „Tankpass“ oder „Naturecard“ (Magnetkarte, Chipkarte, o.ä.)
darauf werden die getankten Liter notiert/verbucht
es gibt vorgegebene Tanklimits pro Zeitraum
bei Unterschreitung des Limits → Vorteile
Steuerliche Vorteile (z.B. Senkung der Kfz-Steuer)
Entlastung der Haushalte je nach Größe (z.B. Senkung der Kommunalabgaben, Betriebskosten, Lebensmittel)
Vorteile/Service bei div. Firmen, die dieses Projekt sponsern (z.B. Sportartikel, Banken, Versicherungen, Gesundheitseinrichtungen,...)
Vergünstigungen für die Benützung des öffentlichen Verkehrs (z.B. „Umweltticket“, „Naturbonus“)
Mehr Geld auf dem Konto (weniger Energiekosten)
b) „Alpenzoo Innsbruck“ – ein neues, sonniges Zuhaue für den Fischotter
Der Alpenzoo Innsbruck ist der höchstgelegenen Zoo Europas (750m)!
Mehr als 2000 Tiere von 150 Arten laden Sie zu einem erlebnisreichen Besuch in die Tierwelt des Alpenraumes ein. Das Besondere an diesem "alpinen Tiergarten" ist die Darstellung alpiner Lebensformen in historischer und heutiger Zeit. Als "Themenzoo" ist der Alpenzoo weltweit der einzige seiner Art, der in seinen Gehegeanlagen und Vogelvolieren, im Aquarium
und den Freilandterrarien eine so vollständige Sammlung von Tieren des europäischen Alpenraumes vorstellt.
1979 gelang es dem Alpenzoo erstmalig europaweit, den Fischotter nachzuzüchten und 2009 kann man mit Stolz das 30 jährige Jubiläum feiern. Aus diesem Anlass möchte der Alpenzoo dem Fischotter ein neues, sonniges
Zuhause zu geben und freut sich daher um jegliche finanzielle Unterstützung! Vielleicht gelingt es dem Alpenzoo in weiterer Folge, irgendwann den Fischotter wieder in Tirol in freier Wildbahn anzusiedeln.
Wenn ihr also den Fischotter auf seinem Weg zu einem sonnigen Zuhause helfen wollt, dann votet für ihn!
c) Greenpeace-Kampagne gegen den Walfang
Seit Jahrzehnten kämpft Greenpeace für den Schutz der Wale – mit Erfolg: 1986 trat das weltweite Walfangverbot der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Kraft, 1994 wurden die Gewässer rund um die Antarktis zum Walschutzgebiet erklärt. Doch Japan nutzt ein Schlupfloch im Gesetzestext und tarnt die kommerzielle Jagd als „Forschung“, um jeden Winter im antarktischen Walschutzgebiet über 1000 Wale zu töten.
Zum Schutz der gefährdeten Meeressäuger hat Greenpeace seine Kampagne gegen den japanischen Walfang massiv verstärkt. Dass nicht-tödliche Forschung an Walen - im Gegensatz zum japanischen Forschungsprogramm - keinem einzigen Wal das Leben kosten muss, beweist Greenpeace derzeit in Kooperation mit renommierten Walforschern: Die Forschungsarbeit per Satelliten-Telemetrie ergab eine Fülle von wertvollen Einblicken in die Wanderung von Buckelwalen in die Antarktis.
In den vergangen Wintern waren Greenpeace-Schiffe jeweils vier Monate lang im Südpolarmeer unterwegs, um die Walfänger aufzuspüren und die blutige Jagd mit friedlichen Mitteln zu verhindern - mit an Bord auch der Österreicher Joe Böhm. Nur 551 Wale konnten die japanischen Walfänger dadurch im letzten Winter töten – das sind immer noch 551 zu viel! Inzwischen regt sich auch in der japanischen Öffentlichkeit Widerstand gegen den Walfang: Greenpeace-Recherchen konnten der japanischen Regierung im Zusammenhang mit dem Walfangprogramm die Veruntreuung von Steuergeldern nachweisen.
Doch der Walfang ist leider nicht die einzige Bedrohung für Wale: Über 300.000 Wale und Delfine fallen jährlich den Folgen menschlicher Aktivitäten wie Fischerei, Klimawandel und massiver Meeresverschmutzung zum Opfer. Daher arbeitet Greenpeace auch in Österreich mit Hochdruck daran, den Lebensraum Meer als Ganzes zu schützen. Unsere Forderung: Ein weltweites Netzwerk von großflächigen Meeresschutzgebieten. „Bitte helfen Sie uns, dieses Ziel zu erreichen!“ ersucht Greenpeace Österreich.
d) Seit Urzeiten heimisch in den Donau-Auen - Die Europäische Sumpfschildkröte
Man betrachtet Schildkröten oftmals als exotische Lebewesen –doch es gibt sie auch in Österreich: die Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) ist die einzige seit jeher bei uns heimische Art, wenngleich die Bestände weitgehend verschwanden. Im Nationalpark Donau-Auen leben diese scheuen Reptilien bis heute. In den warmen Monaten sind sie oft an den Altarmen von Ferne zu beobachten. Dass es sich bei „unseren“ Schildkröten um eine eigenständige und ursprüngliche, fortpflanzungsfähige Population handelt, haben genetische Analysen belegt.
Die Europäische Sumpfschildkröte ist am dunklen flachen Panzer, den Schwimmhäuten und charakteristischen gelben Punkten zu erkennen. Größen bis zu 20 cm (bei Weibchen), ein Maximalgewicht von 1 kg und Lebensdauer bis zu 60 Jahren zeichnen sie aus. Das Geschlecht erwachsener Tiere ist anhand der Augen zu identifizieren: die Iris der Männchen ist orange, die der Weibchen gelb.
Zum natürlichen Lebensraum zählen langsam fließende Bäche und Flüsse, stille Altarme, Teiche und Tümpel mit dichtem Pflanzenbewuchs. Die überwiegend tierische Nahrung besteht aus Würmern, Kaulquappen, Fischlaich und Jungfischen, Wasserschnecken und -insekten. Als wechselwarme Tiere benötigen die Sumpfschildkröten Wärmezufuhr von außen, sie sonnen sich an Ufern und auf im Wasser liegenden Baumstämmen, die sie erklimmen. In der kalten Jahreszeit halten Sumpfschildkröten in Mitteleuropa Winterstarre im Bodensediment von Gewässern die nicht durchfrieren.
Zur Eiablage im Frühling wandern die Weibchen abends zu sandigen, trockenen Stellen. Mittels in der Analblase mitgebrachtem Wasser wird der Boden aufgeweicht und eine Grube mit den Hinterbeinen ausgehoben. Die Eier werden einzeln abgelegt - bis zu 15, je ca. 2,5 cm groß. Etliche Gelege fallen jährlich Fressfeinden zum Opfer, die sie ausgraben. Meist zwischen August und Ende September schlüpfen die Jungen, manchmal auch erst im Frühjahr. Nur wenige zwei Zentimeter groß sind die Schlüpflinge, die nun rasch ins nächste Gewässer wandern. In den ersten Jahren werden noch viele von Hechten, Reihern, ausgewachsenen Schildkröten und anderen Räubern erbeutet.
Schutzprojekt
Lebensraumzerstörung, doch auch die Nutzung als Fastenspeise haben Emys orbicularis in den letzten Jahrhunderten stark dezimiert. Zusätzliche Gefährdung geht heute von der gedankenlosen Freisetzung konkurrierender exotischer Schmuckschildkröten, etwa der Rotwangenschildkröte, aus. Diese schwächen die ohnehin kleinen Bestände. Heute sind die seltenen Tiere in ganz Europa geschützt. Im Nationalpark Donau-Auen werden sie besonders gefördert. Neben Erforschung und der Verbesserung ihrer Lebensraum-Bedingungen werden die Gelege der Europäischen Sumpfschildkröte in einer Kooperation mit dem Tiergarten Schönbrunn geschützt. Förderer können einzelne Nester „adoptieren“. So wird die aufwändige Schutzarbeit finanziert, welche die Bedeckung und Kontrolle von Gelegen, Entnahme der Eier an ungünstigen Standorten und Wieder-Freilassung der Schlüpflinge umfasst. Die erste Bilanz ist erfreulich: 2007 konnten durch Patenschaften auf drei großen Eiablageplätzen 42 Gelege geschützt werden.
Mit dem Betrieb Ströck Brot wurde ein weiterer besonderer Partner und Förderer der Europäischen Sumpfschildkröte gefunden: Das BIO Auwald-Brot aus Biogetreide der Nationalpark-Region, der Form einer Schildkröte nachempfunden, bereichert seit dem Vorjahr das Sortiment des Stadlauer Unternehmens und verweist auf den scheuen Aubewohner.
Tipp für Nationalpark-BesucherInnen: In einem Freigehege auf der Schlossinsel, dem Auerlebnis-Freigelände des schlossORTH Nationalpark-Zentrums, sind die beeindruckenden Europäischen Sumpfschildkröten aus der Nähe zu beobachten!
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